Volkswagen bereitet aktuell gemeinsam mit seiner Energiemarke „Elli“ ein vollständig integriertes Vehicle-to-Grid-Angebot für Privatkunden in Deutschland vor. Es umfasst Elektrofahrzeug, App, dynamischen Stromtarif, Smart Meter, DC-bidirektionale Wallbox und die Installation, wie der Wolfsburger Autokonzern am Donnerstag veröffentlichte. Die Installation der Smart Meter sei dabei ab sofort möglich. Ansonsten gelte, dass sich Kunden für das Angebot ab Juni registrieren können. Der Start des Vehicle-to-Grid-Angebots sei dann für das vierte Quartal geplant. Sukzessive soll das Angebot auch auf weitere europäische Länder ausgerollt werden, so Volkswagen weiter.
Das umfassende Energieangebot rund um das Elektroauto sei die Weiterentwicklung des bestehenden Heimlade- und Energie-Ökosystems. Die Kunden sollen kündig ihre Mobilitätskosten aktiv steuern können und auch noch die Elektroautos für eine zusätzliche Einnahmequelle nutzen, indem sie verfügbare Batteriekapazität für das Netz bereitstellen und zum flexiblen Laden bereit sind. Das Potenzial, was die Kunden damit einnehmen oder sparen könnten, wird im Markt allgemein auf bestenfalls 700 bis 900 Euro geschätzt, wie Volkswagen weiter erklärt. Im ersten Schritt sollen die Kunden eine Vergütung dafür erhalten, dass sie ihre Fahrzeugbatterie für den Energiehandel zur Verfügung stellen. Die Vergütung sei dabei nicht abhängig mit Handelserfolg, sondern richtet sich nach der gewählten Flexibilität beim Laden. „Ziel ist es, die Gesamtkosten der Mobilität schrittweise zu senken – perspektivisch bis hin zu nahezu kostenneutralem Laden“, so Volkswagen.
Die technologische Grundlage für das Vehicle-to-Grid-Angebot sei die modulare E-Antriebsplattform (MEB). Dabei seien europaweit bereits heute etwa eine Million Fahrzeuge technisch für bidirektionales Laden vorbereitet. Die „ID. Software 6“ soll die Funktionalität auch für weitere Batteriegrößen zugänglich machen, wie Volkswagen ankündigte. Dabei setze der Autobauer auf robuste Hochvoltbatterien und Schutzsysteme, die sicherstellen, dass das bidirektionale Laden die Lebensdauer der Batterien „nicht nennenswert beeinflusst“.
Die Konzerntochter Elli wird in dem Konzept als Bindeglied zwischen Elektrofahrzeugen, Kunden und Energiemarkt fungieren. Elli werde die Kunden auch an einen der größten wettbewerblichen Messstellenbetreiber weiterleiten, der bundesweit die Installation der Smart Meter übernimmt und die hochauflösenden Messdaten zur Verfügung stellt. Das intelligente Messsystem soll dabei binnen acht bis zehn Wochen bei den Endkunden installiert werden. Anschließend könnten sie dann den Vehicle-to-Grid-Tarif nutzen.
„Elektromobilität entfaltet ihr volles Potenzial nur dann, wenn sie für unsere Kundinnen und Kunden auch wirtschaftlich überzeugt“, sagt Martin Sander, Vorstand für Vertrieb, Marketing und After Sales bei Volkswagen Pkw. „Mit Vehicle-to-Grid schaffen wir genau das: deutlich geringere Ladekosten zu Hause – und perspektivisch ein nahezu kostenfreies Laden.“
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„Volkswagen bereitet aktuell gemeinsam mit seiner Energiemarke „Elli“ ein vollständig integriertes Vehicle-to-Grid-Angebot für Privatkunden in Deutschland vor. Es umfasst Elektrofahrzeug, App, dynamischen Stromtarif, Smart Meter, DC-bidirektionale Wallbox und die Installation, wie der Wolfsburger Autokonzern am Donnerstag veröffentlichte.“
1. ein Preis für die gesamte Herrlichkeit wäre interessant.
2. werde ich VW Norge mal wieder auf die Füße treten. (die ersten 3 Versuche waren bis jetzt ein totaler Flopp / keine Rückmeldung bzw. direkt
-> das Männlein vom anderen Stern)
Womit sie wohl nicht ganz falsch liegen dürften. 😉
Wieder nur Komplettpaket, wieder nur für VW und nicht die Töchter! Schade eigentlich!!! Hatte mich schon für den Test beworben, wurde aber direkt abgelehnt. Außer das Fahrzeug konnte man nichts angeben. Dabei ist bei mir alles, bis auf die entsprechenden Wallbox vorhanden! VW hat leider noch nicht so ganz verstanden….
Hört sich als Ankündigung prima an. Endlich ein großer Player der die bidirektionalität als einen Teil der Lösung für die Energiewende forciert und begreift. Wollen wir mal positiv denken und dass der VW Kunde auch profitiert und nicht nur die großen Strommarktakteure. Wenn das bezahlbare Wirklichkeit würde, muss ich mich wohl doch von meinem 13 Jahre alten Leaf trennen und auf VW zurück wechseln.
VW / Elli sind die „Ankündigungsweltmeister“ und versuchen sich wieder und wieder im „Erwartungsmanagement“.
– PR von heute
– Registrierung ab Juni
– Start 4. Quartal
Ich lasse mal die weiteren Jahreszahlen weg 😉
Warum soll V2G für BEV Eigner interessant sein ?
Bei e.ON lauten die V“G Konditonen für den iX3 (108 kWh, 600 km):
– keine PV Anlage am gleichen Zähler zulässig
– überteuerter Hausstromvertrag notwendig: Grundpreis > 250 €/a
– Bonus 720 bei 10 Std / 300 Tagen
– .ON hat damit die Möglichkeit theoretisch: 10 Std * 10 kW * 300 Tage * 0,85 / 2 = 12.750 kWh
[ 0,85 entspricht Round-trip Verlusten von ca. 15%; Geteilt 2 weil: 50% Laden/50% Endladen]
12.750 kWh / 108 kWh = ca. 120 Vollzyklen (Vz), oder 72.000 km über die Batterie „zu schrubben“.
Muß e.On nicht machen, hätte aber die Möglichkeit 😉 => Ertragsmaximierung !
V2H scheint bei VW nicht von Interesse zu sein, zu hoch ist die Mindestentladeanforderungen (1,8 kW) an die MEB Plattform.
Wird wahrscheinlich völlig unwirtschaftlich sein. Das gute ist aber, dass VW damit anscheinend massiv in die Werbung geht und damit das Bewusstsein für solche Lösungen ausserhalb dieses Forums weckt.
Viele haben halt noch nicht mitbekommen, wie günstig man dank PV und Börsenstrom inzwischen Auto fahren kann. Ganz unabhängig vom Hersteller, muss halt „nur“ ein E-Auto sein.
„Die „ID. Software 6“ soll die Funktionalität auch für weitere Batteriegrößen zugänglich machen, wie Volkswagen ankündigte. “ – nur dumm, dass weder der 3.8.x Zweig noch der 5.x Zweig jemals auf 6.x kommen sollen. Also gibt es V2G nur ab Modelljahr 2027, der ab gestern im Konfigurator bestellbar ist.
Solange die Hersteller meinen sie müssten die Kunden in ihr Ökosystem zwingen um diese darin einzusperren, wird V2G nicht vorran kommen. Es braucht eine Art USB-C für BiDi-Laden. Man muss in der Lage sein sich den Stromanbieter, das Auto und die Wallbox frei zu wählen und auch die Möglichkeit haben eins dieser Dinger zu wechseln ohne alles zu verlieren. Wenn die Hersteller das nicht selber können oder wollen, muss die Politik hier klare Regeln setzen.
Das Angebot von VW & Elli hört sich zunächst interessant an, aber über das Jahr gesehen macht es wenig Sinn. Von April – Oktober habe ich stets ausreichend PV-Strom, um meinen ID.3 zuhause zu laden. In den Herbst- und Wintermonaten (November- März) reicht der PV-Strom nicht einmal aus um meine Wärmepumpenheizung zu betreiben, geschweige denn meine 77 kWh Batterie im e-Auto zu laden. Evtl. lässt sich über einen dyn. Stromtarif ein paar Euros pro Jahr einsparen, aber bisher hat mich noch kein Angebot echt überzeugt. Ich werde die Entwicklung weiter beobachten. – die Richtung stimmt, um den Strom dort zu nutzen wo er anfällt und das Stromnetz zu entlasten.
Das gesamte System soll nur im VW Universum funktionieren. Da kaufe ich lieber gleich ein offenes chinesisches System und nehme dazu auch gleich ein chinesisches Auto. Die denken definitiv strategischer und offener. Wo wurden nur solche VW-Denker ausgebildet? Und viel spannender: Wovon wollen diese zukünftig bezahlt werden?