Die Anzahl der für bidirektionales Laden geeigneten Elektroautos ist zwar derzeit noch überschaubar, die Auswahl wächst aber beständig. Oftmals ist für „Bidi-ready“ zudem ja gar keine neue Hardware, sondern nur ein Software-Update erforderlich. Die Ambibox des gleichnamigen Mainzer Anbieters wiederum ist eine – auch unter dem Label von Automobilherstellern – häufig gewählte Option für bidirektionales Laden. Dass sie nun in ein weit verbreitetes herstellerunabhängiges Energiemanagementsystem, nämlich den Solar Manager, integriert wurde, macht die Sache noch ein wenig interessanter.
Der Schweizer Anbieter von Energiemanagementsystem hat nach eigenen Angaben mehr als 700 Komponenten – Photovoltaik-Wechselrichter, Batteriespeicher, Wärmepumpen und andere steuerbare Lasten, darunter auch etliche Wallboxen – integriert. Auch drei weitere bidirektionale Ladesysteme (von Evtec und Sun2Wheel) finden sich bereits auf der Kompatibilitätsliste. Die Einbindung der Ambibox zeigt nun, „wie bidirektionales Laden im Zusammenspiel mit bestehenden Geräten echten Mehrwert für Haushalte und das Energiesystem schafft“, so Hans Fischer, Mitgründer und Leiter der Geschäftsentwicklung von Solar Manager.
Mit dem Solar Manager-System in Kombination mit der Ambibox können Nutzer festlegen, welchen Anteil der Fahrzeugbatterie sie als Energiespeicher nutzen wollen. Die Stromerzeugung einer Photovoltaik-Anlage, der Haushaltsverbrauch und ein eventuell vorhandener weiterer Speicher werden dabei berücksichtigt. Mit einem „Energy-Shift-Prinzip“ gleicht das Managementsystem den Angaben zufolge technische Einschränkungen bestimmter Fahrzeugtypen aus, indem Energie aus deren Batterie „in einem für das System optimalen Leistungsbereich“ entnommen und dann entweder direkt oder über einen integrierten stationären Speicher im Haushalt nutzbar wird. Auch Zielladen – also das entsprechende Konfigurieren der Lade- und Entladevorgänge – ist über das Managementsystem möglich. „Bidirektionales Laden ist für uns kein Pilotprojekt, sondern ein realer Bestandteil moderner Energiesysteme“, sagt Kathrin Rust, Geschäftsführerin Solar Manager Deutschland.
Der Anwendungsfall für bidirektionales Laden ist heute noch fast ausschließlich Vehicle to Home (V2H), perspektivisch aber auch Vehicle to Grid (V2G). „Was heute integriert ist und im Alltag funktioniert, wird morgen systemrelevant“, so Ambibox-CEO Manfred Przybilla. „Bidirektionales Laden verbindet Elektromobilität, erneuerbare Erzeugung und Energiemärkte und beschleunigt die Energiewende dort, wo sie tatsächlich stattfindet.“
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Es fehlen nur die eAuto’s die die CCS/DC-Schützschnittstelle unconditionell freigeben !!
BMW mit dem iX3 ist da die erste Ausnahme, all die Importeuere – KIA vorweg – obwohl mit CHAdeMO und im Ausland möglich, verweigern sich !
Es gibt schon länger eine weitere Möglichkeit eine bidirektionale Ladestation mit dem Solarmanager zu betreiben:
https://www.ev2grid.de/
Diese Ladestation findet man zurzeit noch im Solarmanager unter „sun2wheel“ Schweiz und ist ebenfalls mit GridX und Kiwigrid kompatibel.
Zudem besitzt die Ladestationen die offizielle Zulassung für alle VW ID Modelle ab 77 kWh Batterie und bald noch viele weitere Marken des VW Konzerns+Ford.