Im Januar blieb das Auftreten negativer Börsenstrompreise in Deutschland die Ausnahme. Insgesamt wurden nur 2,5 Stunden mit negativen Preisen verzeichnet. Diese traten am 1. Januar auf und fielen in eine Phase sehr niedriger beziehungsweise nahe null liegender Marktpreise.
Zwischen 4:15 Uhr und 14:30 Uhr lagen die Day-Ahead-Preise bei 0 Euro pro Megawattstunde. Innerhalb dieses Zeitfensters rutschten sie von 10:45 bis 12:45 Uhr leicht ins Negative, mit einem Minimalwert von minus 0,01 Euro pro Megawattstunde. Damit befand sich die Solarstromerzeugung dieses Tages, bei angenommener vollständiger Marktexposition, über viele Stunden im vergütungsfreien Bereich. Realwirtschaftlich relevant war der Effekt jedoch kaum: Auf Monatsbasis wurden lediglich 1,6 Prozent der erzeugten Solarstrommenge zu Zeiten negativer Börsenpreise eingespeist.
Die Monatskennzahlen unterstreichen dieses Bild. Der durchschnittliche Börsenstrompreis lag im Januar bei 110,13 Euro pro Megawattstunde. Der Marktwert Solar erreichte 113,43 Euro pro Megawattstunde, entsprechend rund 11,3 Cent pro Kilowattstunde. Die Capture Rate von 99,6 Prozent zeigt, dass Solar im Januar nahezu das allgemeine Preisniveau des Marktes abbildete.
Noch stabiler stellte sich die Situation in Österreich dar. Dort gab es im gesamten Januar keine negativen Börsenstrompreise. Der durchschnittliche Marktpreis lag bei 14,1 Cent pro Kilowattstunde, der Marktwert für Solar bei 14,9 Cent pro Kilowattstunde. Mit einer Capture-Rate von 103,7 Prozent erzielte Solar im Mittel sogar höhere Erlöse als der Gesamtmarkt.
Anders das Bild in Teilen Süd- und Westeuropas. Spanien verzeichnete im Januar 28,5 Stunden mit negativen Preisen, Portugal 12,5 Stunden und Polen neun Stunden. In Spanien konzentrierten sich die Negativpreisphasen vor allem auf den 25. und 31. Januar. Besonders der 31. Januar sticht heraus: An diesem Tag wurden 15,5 Stunden mit negativen Preisen registriert. Die negativen Preisphasen fielen weitgehend in die Stunden mit relevanter Solarproduktion. Damit war faktisch der Großteil der Tageserzeugung aus Photovoltaik von negativen Marktpreisen betroffen.
Die Daten, Grafiken und Auswertungen sind hier frei zugänglich.
Dieser Inhalt ist urheberrechtlich geschützt und darf nicht kopiert werden. Wenn Sie mit uns kooperieren und Inhalte von uns teilweise nutzen wollen, nehmen Sie bitte Kontakt auf: redaktion@pv-magazine.com.









Wie verhalten sich die CO2-Emissionen in Zeiten negativer Strompreise in einzelnen Ländern Europas? (einer der Hauptgründe der Energiewende)
Da müsste man folgende Karten übereinander legen:
https://www.energy-charts.info/charts/renewable_share_map/chart.htm?l=de&c=DE
und
https://www.energy-charts.info/charts/price_average_map/chart.htm?l=de&c=DE
Danke, wie soll man die Daten dazu automatisiert verarbeiten, um einen Überblick über diese Zeiten zu erhalten?
man kann die Daten zumindest als xlsx oder csv runterladen und sich dann selbst das passende Diagramm erstellen. Vielleicht ist das ein guter Vwerbesserungsvorschlag für http://www.energy-charts.info
Die ‚Stromprofis‘ haben, m. W., noch nicht mal Bilanzen für die CO2-Bilanz bei Stromimport im Vergleich mit Stromexport (oder zumindest nicht veröffentlicht)?
Sehr oft steht die finanzielle Optimierung der Stromprofis im Vordergrund. Die Reaktion der Inlandswirtschaft ist nur eine Folge daraus?
Gäbe es eine staatliche Datenbankquelle für die relevanten Daten und eine einfache Anfrageschnittstelle (mit verständlicher Vorkehrung für übermässigen Datenabruf, bzw. eine sinnvolle Detailgenauigkeit 1h/2h/4h/24h, je nach Abfragezeitraum), auch für offizielle, regionale Wetterdaten (statistische Analyse, Vorhersage 1-3Tage), denn diese ‚Flexibilität‘ wird ja gerade von den Bürgerinnen und Bürgern erwartet, im Umgang mit ErneuerbarenEnergienKraftwerken und für die geforderte Konsumanpassung (dyn. Tarife und Netzentgelte), dann könnte man das staatliche Handeln auch wieder mal ‚vorbildlich‘ nennen?
Ansatzweise bietet das ENTSOE transparency auf europäischer Ebene(?)(, allerdings auch keine Import- und Exportdaten zu CO2 über die Ländergrenzen?)
Guten Morgen. Es nervt !
… negative Börsenstrompreise …
.So etwas seltsames wie negative Preise für Waren gibt es ( wahrscheinlich) nur auf diesem Planeten .
Jetzt ist das Universum schon so alt , und es gibt immer noch Zank, Streit , Dummheit und “ alternative Fakten “ . Selbst die KI ChatGPT bestätigt,dass das menschliche Leben auf der Erde außergewöhnlich eigenwillig und – aufgrund des Alters des hohen Universums – eigentlich friedlicher und wissenschaftlicher sein sollte.
Vermutlich geht man im Jahr 2056 durch Supermärkte und die Preise für jedes Produkt ändern sich alle 10 Sekunden . Wenn man Glück hat, kann man dann Bananen für – 0,89 EURO kaufen. Damit wäre dann auch das Bürgergeld obsolet.Die Armen nutzen die negativen Preise , bewegen sich gesundheitsfördernd durch Einkaufslandschaften und verdienen damit universelles Geld. Praktischerweise haben Sie auch gleich Lebensmittel bei dieser Weltreise gewonnen.
Sie sind schlecht informiert:
Die „Finanzindustrie“ hatte auch schon negative Kredit-/Darlehenszinsen angeboten.
… und ich verkaufe meinen Müll schon immer zu negativem Preis an die Müllabfuhr. Auf welchem Planeten bekommt man Geld dafür?
@ Stefan …Wenn man etwas länger darüber nachdenkt, ist es ein richtig guter Kommentar 😀
„bekommt man Geld dafür“
Die Ware bzw. die Lebensmittel haben immer noch Wert, auch wenn die ‚menschlichen Systeme‘ die ‚Nichtvermarktbarkeit‘ als Makel ettiketieren und (in der jeweiligen Situation) mit negativem Einkaufspreis los werden möchten.
Zitat aus dem Artikel.
und der Marktwert für Solarstrom nahezu den durchschnittlichen Börsenstrompreis erzielte, Zitat Ende
In diesem Satz spiegelt sich für mich die gesamte Undurchsichtigkeit unserer Energiewende
Bei gerechter Vermarktung der Erneuerbaren dürfte es nämlich zwischen Marktwert für Solarstrom und den Börsenpreisen zu keiner Zeit ein Unterschied geben. PV Strom ist nämlich bei korrekter Vermarktung bestimmend für den jeweiligen Börsenpreis.
Schaut mal hier, wie Strompreise ermittelt werden „sollen“
Klicken Sie dazu die folgende Merit Order Grafik an
https://de.wikipedia.org/wiki/Merit-Order
Nach der Merit Order Kurve wird nach Grenzkosten aufsteigend von links angefangen angeboten bis die Nachfrage gedeckt ist. Das letzte noch für die jeweilige Nachfrage benötigte Kraftwerk bestimmt den Börsenpreis für alle. Weil der PV Strom schon mit der Einspeisevergütung bezahlt ist wird der ganz links zum „Null“ Tarif angeboten, und verdrängt rechts die teuren Gaskraftwerke.
Mit anderen Worten er hat großen Anteil an der Höhe des Börsenpreises.
Kann mir jemand erklären wie und wodurch sich da was ändern kann, und was dann ein seperater Marktpreis für PV Strom sein soll.
Also könnte man es so machen wie die Australier. Dort bekommt man den Strom 3 Stunden pro Tag kostenlos…, selbst wenn man keine eigene Photovoltaikanlage besitzt.
negtiver Strompreis entsteht wenn Strom unabhängig von der Nachfrage vergütet wird.
Sobald sich die Vergütung sich an der Nachfrage orientiert werden viele Erzeuger bei niedrigen Preisen die Produktion einstellen oder speichern.
Genau, aber es gibt Erzeuger, die können das nicht.
Das sind u.a. fossile Dampfturbinen, Dino’s die künstlich am Leben gehalten werden.
Sie finden keine Abnehmer und da „noch“ Abschalten zu teuer ist, versuchen sie es mit mit neg. Preisen Kunden zu finden.
Damit wäre die Wirkung genau richtig, aber es wird der Bock zum Gärtner gemacht.
Mit dem Abschalten der fossilen Erzeuger (und der AKW’s) entfallen die neg. Preise !
Die Spanier könnten Meerwasserentsalzungsanlagen mit dem Strom für <= 0,02 € betreiben.
Zugleich könnten Sie Gewächshäuser aus Echtglas und Edelstahl / alten Rotorblättern von WEA errichten.
Das entsalzte Wasser sollte dann zur Bewässerung der Gewächshäuser genutzt werden.
Die Europäer, speziell die Deutschen , essen den Spaniern seit Jahren das Wasser weg ; vorwiegend das Wasser welches Tomaten zum Wachstum benötigen.
Die Plastikfolienlandschaft in Südpanien ist sogar aus dem All zu erkennen. Solide Gewächshäuser aus Echtglas mit PV- Modulen wären doch eigentlich europäischer . Europa legt doch sehr viel Wert auf Natur- und Umweltschutz.
Die Foristen, die auf die „Fehler“ der konventionellen Stromerzeugung verweisen, verhalten sich wie der Dieb, der, um von sich abzulenken, lautstark ruft „Haltet den Dieb!“. Das ist jetzt überspitzt formuliert, aber trifft den Kern der Sache. Die grüne Stromproduktion ist flatterhaft und nicht flexibel, denn mit letzterem ist gemeint, dass sie auf schwankenden Konsum reagiert. Grüne Stromerzeugung ist unstet.
Wer meint, dass die Verbraucher sich gefälligst nach der Produktion zu richten hätten, hat Marktwirtschaft nicht verstanden.
so einfach ist es nicht, denn das Produkt ‚Ökostrom‘ hat auch den qualitativen Vorteil der CO2-Reduktion (Ressourcenschonung, rel. Risikominimierung, Konjunkturaktivierung/-stabilisierung, Innovationspotential/-chance, usw.) und abzuwägen, ob ein eine ‚verstetigte‘ Stromproduktion höherwertiger als ein emissionsreduziertes Stromangebot ist (welches noch durch Zwischenspeicherung, z. zeitweise, veredelt werden muss/sollte, oder durch Wasserentsalzung, oder ähnliches verwertet werden sollte), entscheidet (anteilig, zeitweise) der (intelligente) Strommarkt(?)
Ja, grundsätzlich ist es Aufgabe der ‚Profis‘ das Angebot an Strom passend (langfristig, kostengünstig, sicher) zu bieten.
Radlcaesar schreibt.
Die Foristen, die auf die „Fehler“ der konventionellen Stromerzeugung verweisen, verhalten sich wie der Dieb, der, um von sich abzulenken, lautstark ruft „Haltet den Dieb!“.
,@ Radlcaesar
Die Foristen verweisen nicht auf die Fehler der konventionellen Stromerzeugung, sondern auf deren grasse Unpässlichkeiten zu der “mehrheitlich beschlossenen Energiewende“
@Radlcaesar,
„Wer meint, dass die Verbraucher sich gefälligst nach der Produktion zu richten hätten, hat Marktwirtschaft nicht verstanden.“
(Lach) der Zug ist schon lange abgefahren.
Die verdummende Werbung und die Zeugen Jehovas im Homeoffice (Influencer) machen’s möglich.
@
Herr Willuhn schreibt:
Der durchschnittliche Börsenstrompreis lag im Januar bei 110,13 Euro pro Megawattstunde. Der Marktwert Solar erreichte 113,43 Euro pro Megawattstunde, entsprechend rund 11,3 Cent pro Kilowattstunde.
netztransparenz.de veröffentlicht andere Zahlen: MW 11,009 Cent und MW Solar 11,019 Cent. Wie erklärt sich der kleine Unterschied?
Bei fast durchgängig Dunkelflaute + Schnee noch 2,5 h Negativpreise hinzubekommen ist wirklich bemerkenswerte.Wie Teuer war eigentlich der Strom während der anderen Zeit ?