Der italienische Markt für Ready-to-Build-Projekte (RtB) im Bereich großer Batteriespeicher befindet sich in Italien in einer frühen, aber sich rasch entwickelnden Phase. Das Transaktionsvolumen ist im Vergleich zu reiferen Segmenten nach wie vor begrenzt, was die relative Neuheit dieser Anlageklasse sowie einen regulatorischen und vergütungstechnischen Rahmen widerspiegelt, der sich in Italien noch in der Entwicklung befindet. Auf dem Markt wächst das Interesse an Projekten mit flexiblen Konfigurationen, wie beispielsweise hybriden Photovoltaik-Speicher-Anlagen.
Mit Blick auf RtB-Batteriespeicher-Projekte sind die Preise laut der Transaktionsplattform N-Teaser von 2025 bis ins erste Quartal 2026 gesunken. „Im vierten Quartal 2025 lagen die Werte zwischen 19.500 und 55.000 Euro pro Megawatt, mit einem Median von 44.000 Euro pro Megawatt“, berichtet CEO Carmen Izquierdo Serrano pv magazine. „Im ersten Quartal 2026 sanken die Preise weiter, mit einer Spanne zwischen 15.000 und 48.000 Euro pro Megawatt und einem Median von 37.500 Euro pro Megawatt. Dies spiegelt einen Markt wider, der sich noch in der Preisfindungsphase befindet, da Investoren risikobereinigte Renditen gegen unsichere Ertragsaussichten abwägen.“
Ein entscheidender Faktor, der die Stimmung der Investoren belastet hat, war N-Teaser zufolge das Ergebnis der ersten MACSE-Ausschreibung. „Das Verfahren warf ernsthafte Bedenken hinsichtlich seiner Struktur auf, nachdem zwei börsennotierte Unternehmen rund 70 Prozent der zugeteilten Kapazität erhielten, wodurch private Investoren ausgeschlossen wurden und erhebliches Misstrauen auf dem Markt entstand. Die niedrigen Zuschlagspreise haben das Interesse weiter gedämpft und die wirtschaftliche Tragfähigkeit des Mechanismus für unabhängige Entwickler und Investoren in Frage gestellt. Infolgedessen wurde das Vertrauen in MACSE als zuverlässige Einnahmequelle erheblich untergraben.“
Die kurzfristigen Aussichten für den italienischen Batteriespeicher-Markt hängen von zwei entscheidenden Faktoren ab: der bevorstehenden Kapazitätsmarktauktion und der Ankündigung des nächsten MACSE-Zyklus.
„Bis mehr Klarheit über beide Mechanismen herrscht, wird das Interesse der Investoren wahrscheinlich verhalten und die Preise gedämpft bleiben“, fügt Carmen Izquierdo Serrano hinzu. „In Ermangelung eines strukturierten Vergütungsrahmens finanzieren die meisten Investoren Projekte derzeit vor allem auf der Grundlage von Arbitrage-Erträgen und der Teilnahme am Dispatching Services Market (MSD), wo Batteriespeicher schnell reagierende Ausgleichsdienste bereitstellen können.“
Projekte, die bereits über Netzanschlussrechte, Umweltgenehmigungen und Grundstücksvereinbarungen verfügen, erzielen im Vergleich zu Projekten in frühen Phasen erhebliche Aufschläge. Auch die geografische Lage spielt eine Rolle: Projekte in Gebieten mit strukturellen Netzungleichgewichten – wo Batteriespeicher einen konkreten Mehrwert für das System bieten können – werden von Investoren positiver bewertet.
Insgesamt steckt der italienische RtB-Batteriespeicher-Markt noch in den Kinderschuhen und durchläuft derzeit eine Phase der Unsicherheit, die durch regulatorische Bedenken und Fragen zur Struktur der Mechanismen verursacht wird.
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Verstehe nicht ganz, wie MACSE jetzt gescheitert sein soll. MACSE ist ein Mechanismus, damit der Netzbetreiber mit Flexibilität seiner Tätigkeit nachgehen kann. Dass der Mechanismus dabei den Zahler der Netzentgelte so wenig belastet, dass ein privater Investor daran nicht verdient, ist nicht Problem des Zahlers oder des Netzbetreibers.
Wenn man sich frühere Auktionen des Netzbetreibers anschaut, dann sieht man, dass Zuschläge oft zu großen Teilen an die gleichen Namen gehen. Das kann man kritisieren, wenn es allerdings kosteneffektiv und gleichzeitig verlässlich ist, dann sehe ich wenig dagegen.
Es besteht kein Anspruch auf profitable private Investitionen in einem Land oder einer Technologie.