bne startet bundesweite Untersuchungen zu Biodiversität in Solarparks

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Dass Photovoltaik-Kraftwerke mehr können, als nur Solarstrom erzeugen, ist mittlerweile eigentlich klar. Bereits 2019 veröffentlichte der Bundesverband Neue Energiewirtschaft (bne) seine Studie „Solarparks – Gewinne für die Biodiversität“. Er öffnete damit eine Debatte, in deren Folge der Beitrag der Solarparks zur Artenvielfalt durch eine gute Planung zunehmend anerkannt wurde. Nun plant der Verband die Studie fortzusetzen und will dafür bundesweit Felduntersuchungen vornehmen. Es würden Solarparks auf ehemaligen Ackerflächen auf Tagfalter, Heuschrecken, Insekten, Fledermäuse, Avifauna und ikonische Arten untersucht, kündigte der bne am Mittwoch an.

2019 waren für die Studie noch Photovoltaik-Kraftwerke auf Konversionsflächen im Osten Deutschlands untersucht worden. Immerhin die Studienautoren bleiben gleich. Wie 2019 werden Rolf Peschel (Der Projektpate) und Tim Peschel (Ökologie & Umwelt) die weiteren Felduntersuchungen vornehmen. „Wir wollen mit den Untersuchungen zeigen, mit welchen Maßnahmen und Konzepten Freiflächenanlagen die Biodiversität fördern. Und das bundesweit und unter unterschiedlichen naturräumlichen Begebenheiten“, erklärt bne-Geschäftsführer Robert Busch. “Die Branche setzt sich dafür ein, Artenvielfalt auf der gesamten Solarpark-Fläche und zusammen mit Landwirten zu stärken. Dafür liefert die Praxis wichtige Erkenntnisse.”

Tim Peschel betonte, dass die neuen Felduntersuchungen möglichst Erkenntnisse liefern sollen, wie die Art und Weise der extensiven Bewirtschaftung oder die Bauweise die Entwicklung die Biodiversität beeinflussen. „Die weiteren Untersuchungen werden dazu beitragen, Unklarheiten hinsichtlich des Verhaltens von Arten in Solarparks weiter aufzuklären. Dadurch kann eine fundiertere Erkenntnisgrundlage für das Thema Artenschutz bei Bau und Betrieb von Solarparks geschaffen werden“, so Peschel.

Für die Fortsetzung der Studie hat der bne auch verschiedene externe Experten an Bord geholt. So sollen die Untersuchungen von Vertretern von Agora Energiewende sowie des Bundesamts für Naturschutz (BfN), des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), des Deutschen Naturschutzrings (DNR), des Naturschutzbundes Deutschland (NABU), der Heinz-Sielmann-Stiftung, des Kompetenzzentrums Naturschutz und Energiewende (KNE), des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung (ZALF), der Stiftung Umweltenergierecht und der Universität Göttingen begleitet werden. Erste Zwischenergebnisse würden unter www.sonne-sammeln.de veröffentlicht. Ein Abschlussbericht soll dann Anfang 2025 vorgelegt werden.

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