Wood Mackenzie prognostiziert 270 Gigawatt globalen Photovoltaik-Zubau in diesem Jahr

Die Analysten gehen davon aus, dass die neu installierte Photovoltaik-Leistung 2023 um 33 Prozent auf weltweit 270 Gigawatt steigen wird. Allerdings erwarten sie auch, dass die jährliche Zuwachsrate 2024 auf ein Prozent sinkt und 2025 wieder auf fünf Prozent steigt.
Wood Mackenzie, Photovoltaik-Zubau, 2022 bis 2032
Die Zuwachsraten schwächen sich nach den Erwartungen von Wood Mackenzie in den kommenden Jahren deutlich ab. In diesem Jahr könnte sie noch bei 33 Prozent liegen und 2024 auf 1 Prozent sinken. | Grafik: Wood Mackenzie

von pv magazine global

Wood Mackenzie prognostiziert, dass die neu installierte Photovoltaik-Leistung in diesem Jahr weltweit etwa 270 Gigawatt erreichen wird. Dieses prognostizierte Wachstum würde, wenn sich die endgültigen Zahlen bestätigen, einen erheblichen Anstieg um 33 Prozent gegenüber dem Jahr 2022 bedeuten.

Das Marktforschungsunternehmen geht für das Jahr 2024 ein jährliches Wachstum des globalen Photovoltaik-Marktes von nur einem Prozent aus, gefolgt von einem Anstieg von fünf Prozent im Jahr 2025. 2026 sei dann jedoch ein Rückgang von einem Prozent möglich. Der asiatisch-pazifische Raum, einschließlich China, werde den Photovoltaik-Zubau bis 2032 dominieren.

Wood Mackenzie zufolge treibt der bemerkenswerte Ausbau der chinesischen Produktionskapazitäten die Zahl der neuen Photovoltaik-Anlagen in nie dagewesene Höhen. “Der massive Ausbau der Produktionskapazitäten in China treibt die Photovoltaik-Installationen auf ein Rekordniveau”, so die Analysten Wood Mackenzie. “Die Entwickler nutzen die sinkenden Polysiliziumpreise, um ihre Solaranlagen trotz des erhöhten Risikos von Leistungseinschränkungen rasch zu erweitern.

Der Bericht „Q2 Global solar PV market outlook update“ verweist auf den bedeutenden Einfluss Chinas in der Photovoltaik-Produktionslandschaft. Die Analysten schlagen vor, dass das Land vom Export von Modulen zur Konzentration auf vorgelagerte Zellen und Wafer übergehen könnte. Die Studie stellt fest, dass politische Anreize für die lokale Photovoltaik-Herstellung in den USA, Europa und Indien den Marktanteil Chinas in naher Zukunft wahrscheinlich nicht wesentlich schmälern werden.

Kommentare

Frank Bleichinger
Aug 04, 2023

Eine mutige Studie. Von 33% Wachstum auf 1% in Jahresfrist und weiter im niedrigen einstelligen Bereich. So eine Prognose muss man schon gut rechtfertigen. Schade, dass wir darüber nichts erfahren. Somit ist diese Studie in meinen Augen nichts wert.

Jona G.
Aug 03, 2023

Das ist eine total realitätsferne Prognose. Nichts deutet darauf hin, dass sich das exponentielle Wachstum des Marktes in den nächsten Jahren ändert.

Thomas
Aug 03, 2023

Wenn man schon so eine – aus heutiger Sicht – extrem unwahrscheinliche Einzelmeinung als Prognose zum besten gibt, sollte man doch auch etwas zu den Gründen dieser Vollbremsung sagen, oder nicht? Kein Wort dazu in der Pressemeldung? Das erinnert mich an die besten Zeiten der IEA-Prognosen, in den stoisch jahrelang ein stagnierender und sogar zurückgehender PV-Markt prognostiziert wurde.

Bei der IEA waren die Gründe für diese kruden Prognosen offenbar das Wunschdenken der fossilen Mitglieder. Bei WoodMcKenzie fällt mir da ein, dass diese vor kurzem eine interessante Atomkraft-Studie gemacht haben. Dort wurde ein riesiger Zubau für die nächsten Jahre vorausgesagt. Allerdings gäbe es da eine klitzekleine Herausforderung: Atomstrom wäre 4-5mal so teuer wie EE. Daran sollte die Branche arbeiten. Wie man angesichts dieser niederschmetternden Kosten einen derartigen Boom voraussagen kann beleibt wohl deren Geheimnis…

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Detlef K.
Aug 03, 2023

Selten etwas Überflüssigeres gelesen. Die alles entscheidende Frage ist doch, warum der Zuwachs zusammenbrechen soll und da steht … nichts dazu. Sorry, so ist dieser Artikel nur peinlich.