Österreich fördert Stromspeicher bis 50 Kilowattstunden mit 15 Millionen Euro

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Österreich hat eine neue Förderung für „kleine“ Stromspeicher aufgelegt. Insgesamt 15 Millionen Euro stelle das Klimaschutzministerium in Wien für den Zuschuss der Installation neuer oder der Erweiterung von Speichern zu bestehenden Anlagen in Kombination mit erneuerbaren Energien zur Verfügung, teilte der Klima- und Energiefonds am Freitag mit. Gefördert würden Stromspeicher mit einer nutzbaren Speicherkapazität zwischen 4 und 50 Kilowattstunden.

Interessenten müssten sich zunächst für das Programm auf der Seite des Klima- und Energiefonds registrieren. Danach könne der Antrag und die Errichtung der Stromspeicher erfolgen. Die Batteriespeicher dürfen nicht vor der Registrierung bestellt oder errichtet werden. Insgesamt blieben den Investoren 24 Monate für die Umsetzung Zeit. Das Programm ist ab sofort geöffnet. Die Förderpauschale beträgt 200 Euro pro Kilowattstunde nutzbarer Speicherkapazität.

Mit dem Förderprogramm „Stromspeicheranlagen 2023“ verbunden sind weitere Bedingungen. So müssten die Systeme im vollen Umfang von einer Fachfirma installiert werden. Das Verhältnis der nutzbaren Speicherkapazität muss bei mindestens 0,5 Kilowattstunden pro installierter Erneuerbaren-Leistung liegen. Die Batteriespeicher müssen mindestens zehn Jahre betrieben werden. Pro Standort werde zudem nur ein Stromspeicher gefördert.

„In Österreich haben wir bereits technologisch ausgereifte Speicherlösungen, die breit ausgerollt werden können. Mit der Förderung können wir es schaffen, diese Technologien ins System zu integrieren und die Stromversorgung in jenen Regionen zu verbessen, in denen die Netze nicht ausreichend entwickelt sind oder wo deutlich mehr erneuerbarer Strom produziert als genutzt wird“, erklärte Klima- und Energiefonds Geschäftsführer Bernd Vogl. Er verwies darauf, dass es neben dem Förderprogramm für kleine Stromspeicher in diesem Jahr noch eine weitere Pilotaktion für Wärmespeicher geben soll. Dafür will das Klimaschutzministerium 35 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Mit diesem Programm sollen dann Großspeicher und Pufferspeicher für Fernwärmenetze unterstützt werden.

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