pv magazine spotlight für Photovoltaik-Ganzdachlösung von Ennogie

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In Französisch Buchholz beginnt aktuell ein besonderes Bauvorhaben. Was nach Süden klingt, liegt doch direkt am Rande Berlins: Für das Wohnquartier „Kokoni One“ entstehen 84 Doppel- und Reihenhäuser neu, die alle mit einer Ganzdach-Photovoltaik-Lösung ausgestattet werden. Der Anbieter Ennogie spricht dabei sogar von einem Paradigmenwechsel in der Dachbranche.

„Dieses Projekt ist ein Meilenstein für die gesamte Branche der gebäudeintegrierten Photovoltaik in Deutschland“, erklärt Stephan Tölpe. Er ist Geschäftsführer der 2018 gegründeten Ennogie Deutschland GmbH, einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft der dänischen Ennogie ApS. Die Firma hat ihren Sitz in Magdeburg und beschäftigt derzeit etwa 20 Mitarbeiter.

Viele Architekten würden bislang auf Photovoltaik-Anlagen verzichten, da sie sich gestalterisch meist nur schwer in die Konzepte einpassen. „Beim Solardach von Ennogie ist dies anders, denn es passt sich dem Dach an und nicht umgekehrt“, verspricht der Anbieter. Möglich machen das unter anderem Anpassungsmodule, die vor Ort zugeschnitten werden können, und ein vollflächiges Solardach ermöglichen. Das heißt, man bekommt nicht nur Indach-Module, sondern ein eingepasstes Dach. Die Optik auf den Fotos überzeugte auch unsere Jury, die das Ennogie-Solardach zu einem pv magazine spotlight kürte. Ein Produkt, das man im Blick behalten sollte, wenn man an solchen Lösungen interessiert ist.

Die Solardächer für „Kokoni One“ sollen in den kommenden Wochen in Berlin-Pankow installiert werden. Trotz komplizierter Dachform – dem sogenannten Berliner Dach – müssen keine Sonderlösungen erarbeitet werden. Insgesamt werden etwa 7000 Quadratmeter Dachfläche bestückt. Es handelt sich dabei um eine Kombination aus aktiven und passiven Modulen. 300 Kilowatt Photovoltaik-Leistung komme auf diesem Weg auf die Dächer der neuen Wohnsiedlung.

Ab 240 Euro pro Quadratmeter

Das Solardach ist nach Angaben von Ennogie bereits ab 240 Euro pro Quadratmeter zu haben. Hierfür erhält der Kunde ein dichtes Dach, bestehend aus rahmenlosen, monokristallinen Glas-Glas-Modulen im Format von 60 mal 120 Zentimetern mit 180 Watt Leistung pro Quadratmeter. Wechselrichter, Kabel, Anpassungs­elemente sowie alle Dachrandabschlüsse sind im Preis bereits enthalten. Bereinigt um die Kosten für den Materialanteil für ein dichtes Dach veranschlagt Ennogie etwa 1400 Euro pro Kilowattpeak inklusive Installation.

highlights und spotlights

Preis für gute Ideen:

Preis für gute Ideen: In der September-Runde zeichnet pv magazine eine Einreichung als highlight top innovation und eine als spotlight aus.

Das sagt die Jury:

Ennogie – Solardach für Ästheten

Die Standard-Photovoltaikanlage wird heutzutage auf dem Dach installiert. Für eine schnelle Energiewende ist das eine praktikable Lösung. Doch nicht alle Hausbesitzer sind davon überzeugt und für manche Gebäude scheiden sie wegen des Denkmalschutzes aus. Ein gutaussehendes Solardach, das eine einheitliche Fläche und die wasserführende Schicht ist, kann vielleicht auch diese Hausbesitzer überzeugen, etwa im Premiumbereich, und eine Lösung sein, mit der der Denkmalschutz einverstanden ist. Damit kann die Energiewende auch dort vorankommen. Daher ist das Produkt nach Ansicht der Jury definitiv einen Blick wert und sie verleiht dem Ennogie-Solardach das Prädikat pv magazine spotlight.

Die Juroren

Volker Quaschning ist Professor für regenerative Energiesysteme an der HTW Berlin. Hans Urban, Experte für Photovoltaik, Speicher und E-Mobilität. Winfried Wahl leitet das Produktmanagement bei Longi Solar in Deutschland.

Mehr Infos, bisherige Preisträger und alles zur Bewerbung unter: www.pv-magazine.de/highlights
Einsendeschluss für die nächste Runde: 5. Oktober 2022

Die Ganzdachlösung für Photovoltaik ist dabei eine vollflächige, dichte Dach­eindeckung. Die Dächer seien sicher gegen Hagel und Sturm. Die Dichtigkeit wird durch die Überlappung in horizontaler und vertikaler Richtung gewährleistet, wie das Unternehmen betont. Die Module sind mit Mikrowechselrichtern angeschlossen und parallel geschaltet. Überall herrsche mit maximal 60 Volt Niederspannung. Nach Einschätzung des Unternehmens ein Sicherheitsvorteil.

Die Lösung eignet sich dabei aufgrund des geringen Gewichts von nur 18 Kilogramm pro Quadratmeter nicht nur im Neubau, sondern auch bei Dachsanierungen und für Dächer mit komplizierter Statik, so Ennogie. Das homogene Erscheinungsbild wiederum mache die Lösung zusätzlich für denkmalgeschützte Gebäude attraktiv. Ennogie oder einer seiner Fachpartner übernimmt auf Wunsch alles von der Planung bis zur Installation. Immerhin sind so schon 60 Dächer in den vergangenen zwölf Monaten mit dem Solardach bestückt worden – auf 8000 Quadratmetern sind damit 1500 Kilowatt Photovoltaik-Leistung installiert. Ab September 2022 rechnet Ennogie mit der Auslieferung von mindestens zwölf Dächern pro Monat.

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