Green Planet Energy macht Vorschläge zur Stärkung von Mieterstrom

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Die mit dem Osterpaket der Bundesregierung vorgestellte EEG-Novelle sieht eine eigene Vergütung mit erhöhten Sätzen für Photovoltaik-Volleinspeiser vor. Das könnte die Eigentümer von Mehrparteien-Mietshäusern bewegen, den gesamten Strom aus einer Photovoltaik-Anlage in das Netz zu speisen, statt ihre Mieter damit zu versorgen, fürchtet der Versorger Green Planet Energy.

„So löst die Bundesregierung das Versprechen einer dezentralen, gerechten und partizipativen Energiewende nicht ein – obwohl im Koalitionsvertrag konkrete Verbesserungen gerade für Mieterstrommodelle angekündigt wurden“, kritisiert Maximilian Weiß, Politikreferent bei Green Planet Energy, vormals Greenpeace Energy. Der Versorger mahnt den Bundestag, der demnächst über die EEG-Novelle abstimmen wird, daher zur Stärkung von Mieterstrommodellen an. Wie das aussehen könnte, hat Green Planet Energy in einem Forderungskatalog zusammengefasst.

Wichtigster Punkt ist nach Ansicht des Versorgers, den Mieterstromzuschlag zu erhöhen. Ein solcher Zuschlag würde die Diskrepanz zur Volleinspeise-Vergütung verringern. Und auch die Mieter profitieren, so Green Planet Energie – die Stromkosten würden sinken, was die Belastung durch aktuell sehr hohe Energiepreise abfedern kann.

Darüber hinaus erhebt der Versorger zahlreiche weitere Forderungen, die zusammen mit der Hamburger Rechtsanwaltskanzlei Günther formuliert wurden. So sollten etwa geförderte Mieterstromprojekte mit mehreren, baulich voneinander getrennten Gebäuden rechtlich klarer definiert werden. Als Beispiel werden größere Wohnkomplexe angeführt: Wenn die Mieterstrom-Anlage auf einem dem Komplex zugehörigen Gebäude errichtet wird, dass durch eine vierspurige, öffentlich gewidmete Straße abgetrennt ist, wäre der Quartiersbegriff problematisch. Der Begriff der „Kundenanlage“ sei daher wesentlich rechtssicherer als der Begriff „Quartier“.

Darüber hinaus müssten Überschuss-Einspeiselösungen vereinfacht sowie Sonderregelungen für Mieterstromverträge abgeschafft und damit bürokratische Hürden für entsprechende Projekte beseitigt werden. Auch müssten Umbaumaßnahmen bei den Kabeln, die für ein Mieterstromprojekt notwendig sind, gesondert gefördert werden.

Das Engagement von Green Energy Planet ist nicht uneigennützig – das Unternehmen bietet Hausbesitzern Unterstützung bei Mieterstrom-Vorhaben an.

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