Italien vergibt in siebter Auktion für erneuerbare Energien 710 Megawatt Photovoltaik-Leistung

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von pv magazine International

Die italienische Energieagentur Gestore dei Servizi Energetici (GSE) hat in der siebten Auktion für erneuerbare Energien Zuschläge für Projekte mit insgesamt 974,9 Megawatt vergeben. Die Ausschreibungsrunde war offen für Erneuerbare-Energien-Anlagen mit einer Leistung von mehr als einem Megawatt. Der GSE vergab 710,2 Megawatt für Photovoltaik an 60 Standorten. Die Leistung von 49 Projekten wird unter 10 Megawatt liegen, die übrigen 11 Projekte werden zwischen 13,2 und 92,4 Megawatt groß sein. Die Windenergie war mit 264,7 Megawatt an 18 Standorten zum zweiten Mal in Folge nicht die führende Energiequelle.

Unter den erfolgreichen Bietern im Bereich Photovoltaik befinden sich bekannte Unternehmen wie der deutsche Entwickler Juwi, die italienischen Energieunternehmen ERG und Enel sowie der portugiesische Energieversorger EDP. Bei anderen Bietern handelt es sich um Zweckgesellschaften, die nicht unmittelbar den Akteuren der Branche zuzuordnen sind.

Alle Entwickler boten einen maximalen Preisnachlass von 2 bis 3,5 Prozent auf den Auktionshöchstpreis von 6,5 Cent pro Kilowattstunde. Das niedrigste Gebot lag bei 6,263 Cent pro Kilowattstunde und wurde für ein 5,9-Megawatt-Solarprojekt in der Provinz Perugia in Umbrien abgegeben. Das höchste Gebot von 6,37 Cent pro Kilowattstunde entfiel auf einen 8,4-Megawatt-Windpark in Cosenza im südlichen Kalabrien sowie auf einen 5-Megawatt-Solarpark in Forlì in der nördlichen Emilia Romagna.

Die Gebote in der jüngsten Ausschreibungsrunde waren etwas niedriger als bei der sechsten Auktion im September 2021. Damals lagen die Rabatte zwischen 2 und 2,06 Prozent, und der Höchstpreis betrug wie in allen vorherigen Auktionen bei 7 Cent pro Kilowattstunde. Bei dieser Auktion entfielen 297 Megawatt auf die Photovoltaik, wobei die Gebote zwischen 6,86 und 6,46 Cent pro Kilowattstunde lagen.

Im fünften Ausschreibungsverfahren, das im Mai abgeschlossen wurde, lag das niedrigste Gebot bei 6,85 Cent pro Kilowattstunde für ein Solarprojekt mit 3,4 Megawatt Leistung. Insgesamt erhielten nur 32 Megawatt Photovoltaik den Zuschlag. In der vierten Ausschreibungsrunde erhielt die Solarenergie 20 Megawatt und das niedrigste Gebot lag bei 6,819 Cent pro Kilowattstunde. In der dritten Auktion hat die GSE 95,5 Megawatt Photovoltaik-Leistung an vier Standorten zugewiesen. Das niedrigste Gebot – abgegeben für ein Photovoltaik-Projekt – lag bei 6,490 Cent pro Kilowattstunde. Bei der zweiten Auktion für erneuerbare Energien wurden nur 19,3 Megawatt Photovoltaik für vier Projekte vergeben; der niedrigste Preis betrug 56 Euro je Megawattstunde. In der ersten Ausschreibungsrunde war nur ein einziges Solarprojekt mit einer Leistung von 5 Megawatt erfolgreich, zusammen mit 495 Megawatt Windenergie. Dieses einzelne Photovoltaik-Projekt wird Strom für sechs Cent pro Kilowattstunde verkaufen.

Einschließlich der jüngsten Auktion haben die italienischen Behörden im Rahmen des Ausschreibungssystems bisher rund 1,19 Gigawatt an Photovoltaik-Anlagen vergeben. Die GSE hat vor kurzem die achte Auktion für erneuerbare Energien gestartet, ausgeschrieben sind 3,3 Gigawatt Wind und Photovoltaik. Italien hat Photovoltaik-Projekten im Rahmen seines Auktionssystems bisher rund 1,19 Gigawatt zugeteilt.

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