Schletter kann Geschäft weiter ausbauen

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Im vergangenen Jahr stellte die Corona-Pandemie die Unternehmen vor große Herausforderungen, in diesem Jahr sind es eher schwierige Lieferbedingungen, die Firmen zu schaffen machen. Schletter erwartet für 2021 trotz des schwierigen Marktumfeldes ein zweistelliges Umsatzwachstum und eine weitere Steigerung der Profitabilität, wie das Unternehmen am Montag veröffentlichte. Allerdings nannte es keine konkreten Zahlen zum Umsatz und Gewinn.

„Trotz Knappheit von Stahl und Frachtkapazitäten waren und sind wir deshalb weiterhin in höchstem Maße lieferfähig – insbesondere auch für Großprojekte in allen Weltregionen“, erklärte Florian Roos, CEO der Schletter Group. Dabei habe sich ausgezahlt, dass das Unternehmen in den vergangenen Jahren bewusst eine flexible weltweite Lieferkette aufgebaut habe. Zudem habe Schletter sein Portfolio optimiert. Zukünftig wolle das Unternehmen seine Präsenz in den wachsenden Photovoltaik-Märkten in Europa, Nordamerika und Asien weiter erhöhen. Dazu sollen die Vertriebsstrukturen und Produktionskapazitäten weiter ausgebaut werden. Zudem werde es im kommenden Jahr eine neue Produktoffensive geben, kündigte Schletter an.

Für die weitere Entwicklung des Unternehmens wird Andreas Rode neuer Finanzvorstand. Er soll den aktuellen Wachstums- und Internationalisierungskurs weiter fortführen und die Profitabilität von Schletter noch steigern. Dabei sei ein Schwerpunkt die Erschließung neuer Kapital- und Finanzquelle für das strategische Wachstum des Unternehmens. Rode ersetzt Martin Lipp, der den Montagegestell-Hersteller wegen eines Umzugs ins Ausland verlässt. Zudem kündigte Schletter an, dass ein vom Gesellschafter neu geschaffener Beirat die Unternehmensentwicklung mit voranbringen soll. Die Mitglieder setzten sich aus dem geschäftsführenden Gesellschafter eines führenden kapitalmarktorientierten Mittelständlers, dem Vorstand eines Tec-Dax-Unternehmens sowie einer ausgewiesenen Kapitalmarktexpertin zusammen, so Schletter weiter. Namen nannte das Unternehmen nicht. Der Beirat sei ein wichtiger Schritt für die Öffnung Schletters hin zum Kapitalmarkt.

Im März 2018 musste Schletter ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung anmelden, da es keinen anderen Weg mehr sah, sich von einer Schuldenlast zu befreien. Im Zuge des Verfahrens stiegen die finanzstarken Investoren Golden Square Capital und Avenue Capital bei Schletter ein. Sie investierten zweistellige Millionenbeträge für die Weiterentwicklung der Produkte und die Erschließung neuer Photovoltaik-Märkte bereitzustellen.

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