Akasol startet Serienfertigung seiner Batteriesysteme in Gigafactory

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15 Monate nach dem Spatenstich hat die Akasol AG ihren neuen Hauptsitz in Darmstadt bezogen und die Serienproduktion in der „Gigafactory 1“ aufgenommen. Ab Mitte 2021 werde dort eine Produktionskapazität von 2,5 Gigawattstunden zur Verfügung stehen, die je nach Geschäftsentwickung auf bis zu 5 Gigawattstunden ausgebaut werden kann, wie der Hersteller von Lithium-Ionen-Batteriesystemen am Mittwoch mitteilte. „Wir sind stolz darauf, dass wir in Rekordzeit und planmäßig unser neues Headquarter beziehen konnten und gleichzeitig die Serienproduktion der ersten Batteriesysteme in der neuen Gigafactory pünktlich begonnen haben“, erklärte Akasol-Vorstandschef Sven Schulz. „Unsere Gigafactory 1 wird die mit Abstand fortschrittlichste, modernste und größte Serienproduktionsstätte Europas für Nutzfahrzeug-Batteriesysteme sein – was wir aus Brandenburg fast jeden Tag hören, ist uns hier in Hessen nun also bereits gelungen“, sagte er mit Blick auf die Pläne der Gigafactory von Tesla, die derzeit in Grünheide gebaut wird und im kommenden Jahr mit der Produktion beginnen will.

In seiner Gigafactory habe Akasol die ersten Batteriesysteme für hybrid- und vollelektrische Fahrzeuge bereits produziert. Ab Mitte 2021 sollen auf den vollautomatisierten Fertigungslinien weitere Batteriesystem-Typen für einen langjährigen Serienkunden folgen. Nach Ansicht von Schulz ist die kontinuierliche Erhöhung des Automatisierungsgrades in der Produktion ein wichtiger Faktor, um den erwarteten steigenden Bedarf der Kunden decken zu können. Sowohl die Batteriemodule als auch die Batteriesysteme werden mit hochautomatisierten Prozessen in einer modernen und vollvernetzten Industrie 4.0-Umgebung hergestellt, wie es weiter hieß. Zudem seien ausreichend Flächen vorhanden, um dort weitere Produktionslinien vom gleichen Typ installieren zu können. Daher sei am Standort der Ausbau auf 5 Gigawattstunden möglich.

Neben dem neuen Hauptsitz und der Gigafactory hat Akasol auch noch ein Technologie- und Entwicklungszentrum sowie Test- und Validierungszentrum am Standort errichtet. Dort würden ab dem kommenden Jahr umfangreiche mechanische und elektrotechnische Tests von Zellen, Modulen und Systemen erfolgen. Um auch der eigenen Nachhaltigkeitsstrategie gerecht zu werden, sei zudem eine Photovoltaik-Anlage mit 700 Kilowatt Leistung auf dem Dach errichtet worden. Mit dem Solarstrom könne ein Großteil des Energiebedarfs gedeckt werden. Zugleich hat Akasol mehr als 70 Ladepunkte auf dem Firmenparkplatz installiert.

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