Encavis und Greengo schließen Entwicklungspartnerschaft über mindestens 500 Megawatt Photovoltaik-Leistung

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Dänemark gibt beim Klimaschutz in Europa den Takt vor: Die Mitte-Links-Regierung hat Ende letzten Jahres beschlossen, dass die dänischen CO2-Emissionen bis 2030 um 70 Prozent gegenüber 1990 fallen sollen. Die meisten Oppositionsparteien stehen hinter diesem Ziel. Der wichtigste Hebel ist dabei der Ausbau der Offshore-Windenergie. Doch auch die Photovoltaik wird in diesem Zuge stark wachsen.

Gute Vorzeichen also für eine Entwicklungspartnerschaft, die der Hamburger Ökostrom-Produzent Encavis jetzt mit dem dänischen Projektentwickler Greengo geschlossen hat: Die beiden Unternehmen wollen in Dänemark ein subventionsfreies Solarportfolio mit mindestens 500 Megawatt Leistung aufbauen. Das  Modell sieht vor, dass Encavis bereits in frühem Stadium Projekte übernehmen und bis zum Netzanschluss finanzieren kann, während man gemeinsam den gesamten Zyklus der Entwicklungs- und Bauphase optimiert.

Die geplanten Projekte sind über ganz Dänemark gestreut. Für eine nicht näher bezeichnete Großanlage in Ringkøbing Skjern an der Westküste Jütlands liegen bereits der Planfeststellungsbeschluss sowie die Baugenehmigung vor. Deren Bau soll noch in diesem Jahr beginnen.

„Wir kennen Dänemark bereits sehr gut aufgrund unseres wachsenden Windportfolios, und eine Solarbeimischung in dieser Größenordnung macht durchaus Sinn“, erklärt Encavis-CEO Dierk Paskert. Das Unternehmen hatte zu Beginn dieses Jahres seine Wachstumsstrategie bis 2025 vorgelegt. Bis dahin will Encavis seine Erzeugungskapazitäten von 1,7 Gigawatt Ende 2019 auf 3,4 Gigawatt verdoppeln.

Greengo hat eigenen Angaben zufolge eine Entwicklungspipeline mit mehr als 70 Solarprojekten verteilt über ganz Dänemark, mit einer Gesamterzeugungskapazität von mehr als 2.000 Megawatt. Dänemark ist heutzutage wahrscheinlich einer der interessantesten Solarmärkte“, sagt Greengo-CEO Karsten Nielsen. „Das ambitionierte Ziel, 2030 70 Prozent des Energiebedarfs aus regenerativen Energien zu gewinnen, wird helfen, die Energiewende in Dänemark zu beschleunigen und einen massiven Nachfrageschub nach Strom auslösen.“