Baywa re und Suntrace beteiligen sich an Photovoltaik-Batterie-Hybridprojekt für Goldmine

Teilen

Der Betrieb einer Goldmine verschlingt eine Menge Strom. Der kanadische Bergbaukonzern B2GoldCorp hat für seine „Mine Fekola“ im westafrikanischen Mali daher mehrere Schweröl- und Dieselgeneratoren installiert. Um deren Einsatzzeiten zu minimieren, wird das Unternehmen mit Hilfe des Erneuerbare-Energien-Entwicklers Baywa re aus München und dem Beratungsunternehmen Suntrace aus Hamburg ein Solar-Batterie-Hybridsystem installieren. Baywa re und Suntrace stellen das notwendige technische Fachwissen zur Verfügung und unterstützen bei der Detailplanung, der Beschaffung sowie dem Bau und der Inbetriebnahme der Anlage. Zudem haben die beiden Partner zuvor für B2GoldCorp eine Voruntersuchung zur technischen und wirtschaftlichen Realisierbarkeit des Projektes erstellt.

Der Bergbaukonzern will umgerechnet etwa 35 Millionen Euro in das Projekt investieren. Es soll eines der weltweit größten Systeme dieser Art werden. Der Baubeginn ist für Ende 2019 vorgesehen, im August 2020 soll das Vorhaben abgeschlossen sein. Die Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung von 30 Megawatt und der 13,5-Megawattstunden-Batteriespeicher werden in das Fossilkraftwerk eingebunden werden. Sie sollen es B2GoldCorp ermöglichen, tagsüber bis zu drei Schweröl-Generatoren abzuschalten. Damit will das Unternehmen 13,1 Millionen Liter Kraftstoff im Jahr einsparen.

Auch Photon Energy will einem Auftraggeber mit einem hybriden Solar- und Batteriespeichersystem helfen, die Abhängigkeit von fossilen Kraftstoffen zu verringern: Die Tochtergesellschaft Photon Energy Engineering Australia wird eine solche Anlage auf der abgelegenen Lord-Howe-Insel in der tasmanischen See installieren, die bislang überwiegend mit Dieselgeneratoren versorgt wird. Photon Energy hat eine entsprechende Ausschreibung der Inselverwaltung gewonnen.

Die Anlage mit einer Leistung von 1,2 Megawatt und einem 3,2-Megawattstunden-Batteriespeicher wird den Strombedarf der Insel zu mehr als zwei Dritteln decken. In das Projekt fließen umgerechnet fast sieben Millionen Euro. Davon hat die Bundesregierung umgerechnet fast drei Millionen Euro über die Australian Renewable Energy Agency bereitgestellt.