Luxemburg startet 40 Megawatt Photovoltaik-Ausschreibung

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Luxemburgs Energieminister Claude Turmes hat eine Photovoltaik-Ausschreibung mit 40 Megawatt gestartet. Die Auktion ist in fünf Lose unterteilt. Jeweils zehn Megawatt stehen für Photovoltaik-Anlagen auf Gewerbegebäuden sowie für Dachanlagen mit zwei unterschiedlichen Leistungsklassen zur Verfügung. Jeweils fünf Megawatt an Zuschlägen werden für Photovoltaik-Anlagen auf Parkplätzen und Wasserflächen verfügbar sein. Die Projektentwickler haben bis zum 16. März 2020 Zeit, ihre Gebote abzugeben.

Für die verschiedenen Lose gibt es auch unterschiedliche Höchstpreise für die Gebote. Der niedrigste mit 8,9 Cent pro Kilowattstunde ist für Dachanlagen auf Industriegebäuden zwischen 500 Kilowatt und 5 Megawatt festgesetzt. Für Dachanlagen, die die gleiche Leistung haben, sich aber nicht auf Industrieanlagen befinden gilt ein Maximum von 11,5 Cent pro Kilowattstunde und für kleinere Dachanlagen zwischen 200 und 500 Kilowatt liegt er bei 12,00 Cent pro Kilowattstunde. Noch darüber ist die Grenze für Photovoltaik-Anlagen auf Parkplätzen mit 14,00 und auf Wasserflächen mit 14,50 Cent pro Kilowattstunde.

Nach Angaben der Internationalen Agentur für erneuerbare Energien (IRENA) lag die installierte Photovoltaik-Erzeugungskapazität bei 134 Megawatt Ende vergangenen Jahres. Luxemburg will den Photovoltaik-Sektor stärken, insbesondere um den zusätzlichen Strombedarf aus Verkehrssektor zu decken, der rund 60 Prozent des Energieverbrauchs des Großherzogtums ausmacht, und damit „das Klimaziel gefährdet“, wie die Regierung erklärte.

Zu Beginn des Jahres sind bereits Anreize für den Bau kleiner Photovoltaik-Anlagen geschaffen worden. Im Mai erhöhte die Regierung die Einspeisevergütung für kleine Photovoltaik-Anlagen.

Die erneuerbaren Energien insgesamt deckten im vergangenen Jahr rund 8 Prozent des luxemburgischen Strombedarfs. Ziel des europäischen Kleinstaates ist es, diesen Anteil im nächsten Jahr auf 11 Prozent zu erhöhen. Im Mai 2017 legte das Ministerium für nachhaltige Entwicklung und Infrastruktur eine Energiestrategie vor, die darauf abzielt, die installierte Photovoltaik-Leistung bis 2050 auf 2,5 Gigawatt und die der erneuerbaren Energien insgesamt auf 4,8 Gigawatt zu erhöhen.