BMU will Power-to-X-Technologien vorantreiben

Teilen

Einen national und international wichtigen Beitrag zum Klimaschutz erwartet Svenja Schulze von dem Technologiebereich Power-to-X. Die SPD-Bundesumweltninisterin hat daher am Mittwoch in Berlin ein Aktionsprogramm vorgelegt, mit dem die Bundesregierung strombasierte Brennstoffe ausbauen will.

Im wesentlichen umfasst das Aktionsprogramm vier Elemente. Dazu gehört ein PtX-Kompetenzzentrum in der Energieregion Lausitz. „Vor allem in den Energieregionen der Zukunft wird die Erforschung und Entwicklung klimaneutraler alternativer Brenn- und Kraftstoffe ein Bestandteil des mit dem Kohleausstieg verbundenen Transformationsprozesses im Energiebereich sein“, schreibt das BMU. Das PtX-Kompetenzzentrum soll fachliche Diskurse über Nachhaltigkeitsanforderungen an Produktion und Einsatz von PtX sowie klimapolitisch optimale Einsatzmöglichkeiten national bündeln und voranbringen, außerdem soll eine PtX-Demonstrationsanlage gebaut und betrieben werden.

Das BMU weist darauf hin, dass in den Eckpunkten des Strukturstärkungsgesetzes Kohleregionen, die das Bundeskabinett im Mai 2019 verabschiedet hat, das PtX-Kompetenzzentrum inklusive Demonstrationsanlage als Projekt bereits vermerkt ist. Im Rahmen der gesetzlichen Ausgestaltung des Strukturstärkungsgesetzes soll das Vorhaben weiter konkretisiert werden.

Zu den weiteren Elementen des PtX-Aktionsprogramms gehört ein Stakeholder-Dialog PtX, der Austausch und Vernetzung aller Akteure fördern und im Rahmen von Veranstaltungen das Themenfeld aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten soll. Modellprojekte, die das Ministerium in Brasilien und der MENA-Region bereits im Rahmen der Internationalen Klimaschutzinitiative unterstützt, sind laut BMU sind ebenfalls Teil des Programms. Außerdem sei die Gründung eines international ausgerichteten PtX-Sekretariat geplant, um die internationalen PtX-Aktivitäten zu verzahnen und auszubauen. Das Sekretariat solle seinen Sitz in Berlin haben.