Sunfarming sichert Finanzierung für Solarparks mit mehr als 40 Megawatt in Polen

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Der Projektentwickler Sunfarming aus dem brandenburgischen Erkner hat sich für den Bau von Photovoltaik-Projekten in Polen mit einem Volumen von mindestens 40 Megawatt installierter Leistung einen Finanzierungsrahmen von zwanzig Millionen Euro gesichert. Bei den Projekten handele es sich vorwiegend um Photovoltaik-Anlagen, die einen Zuschlag in den Auktionen 2017 und 2018 erhalten haben. Die von der Sunfarming-Gruppe aufgenommenen Mittel dienen der Finanzierung der Bauphase bestehender sowie geplanter Photovoltaik-Projekte. Sie wurden auf Ebene einer polnischen Asset Holding besichert, in deren Eigentum sich die Projektgesellschaften befinden.

„Mit einer geplanten Photovoltaik-Leistung von 1,2 Gigawatt bis 2020 bei aktuell nur rund 360 Megawatt installierter Kapazität stellt Polen für uns einen wichtigen Zukunftsmarkt dar“, erklärt Martin Tauschke, Geschäftsführer der Sunfarming GmbH sowie der Sunfarming Polska sp.z.o.o.. Nach Angaben der Polnischen Gesellschaft für Photovoltaik entspricht eine installierte Leistung von 1,2 Gigawatt knapp einem Prozent der gesamten Stromproduktion des Landes. Mehr als neunzig Prozent des Strom stammt aus fossilen Energien.

Bei den ersten Projekten, die Sunfarming über die eingeworbene Linie finanziert, handelt es sich um vier Photovoltaik-Anlagen mit jeweils einem Megawatt installierter Leistung in Ostrołęka im Nordosten des Landes. Alle Anlagen wurden im Dezember 2018 in Betrieb genommen und haben in der ersten polnischen Test-Ausschreibung Ende 2016 einen Zuschlag erhalten.

Ein weiterer Teil der Finanzierung ist für Neubau-Projekte mit insgesamt fünf Megawatt geplant, die bereits im Bestand von Sunfarming sind. Drei Solarparks mit jeweils einem Megawatt installierter Leistung sollen in der Nähe von Łask in der zentralpolnischen Provinz Łódź errichtet werden, zwei weitere Solarparks in der Provinz Niederschlesien in der Nähe von Ząbkowice Śląskie. Diese Projekte haben in der Ausschreibung von Juni 2017 gewonnen, Fertigstellung ist bis 30. Juni 2019. Durch den Zuschlag in der Ausschreibung profitieren alle Photovoltaik-Parks von einem 15-jährigen „contract for differences“ mit der polnischen Energiebehörde URE, der durch die Zahlung der Differenz zum Marktpreis eine feste Einspeisevergütung für jede produzierte Kilowattstunde garantiert.