Daimler verdoppelt Mitarbeiterzahl in der Batteriefertigung am Standort Kamenz

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Die Daimler AG drückt bei der Elektromobilität aufs Gas: Die hundertprozentige Tochter Accumotive errichtet derzeit am Standort Kamenz in Sachsen für 500 Millionen Euro eine zweite Batteriefabrik. Nun hat das Unternehmen bekannt gegeben, dass sich die Mitarbeiterzahl in Kamenz bis zum Jahresende auf mehr als 1000 Beschäftigte verdoppeln wird. Im Frühjahr 2019 soll dort die Volumenproduktion von Akkus für das Modell „EQC“ starken – das erste vollelektrische SUV von Daimler.

Insgesamt investiert Daimler rund eine Milliarde Euro in einen globalen Batterie-Produktionsverbund mit insgesamt acht Fabriken an sechs Standorten auf drei Kontinenten. Dazu gehören in Deutschland Kamenz und Stuttgart-Untertürkheim mit je zwei Batteriefabriken sowie Sindelfingen, Peking (China), Bangkok (Thailand) und Tuscaloosa (USA). Die neue Batteriefabrik in Kamenz ist als CO2-neutrale Fertigungsstätte konzipiert: Ein Blockheizkraftwerk und eine Photovoltaik-Anlage werden in Verbindung mit Geothermie die Produktionsanlagen mit Energie versorgen. Mit welchen Brennstoffen das BHKW betrieben wird, lässt Daimler in seiner Mitteilung allerdings offen.

Im Zuge der Elektro-Offensive investiert Mercedes-Benz Cars eigenen Angaben zufolge zehn Milliarden Euro in den Ausbau seiner Elektrofahrzeugflotte. Bis 2022 werde das gesamte Mercedes-Portfolio elektrifiziert, so dass die Kunden in jedem Segment elektrifizierte Alternativen hätten. Der Autobauer plant, insgesamt mehr als 130 elektrifizierte Fahrzeugvarianten auf den Markt zu bringen. Davon seien mehr als zehn Modelle reine Elektro-Pkw – in allen Segmenten, vom smart bis zum großen SUV. Der erste Mercedes-Benz der neuen Produkt- und Technologiemarke EQ ist der EQC. Der in Bremen produzierte SUV soll Mitte 2019 auf den Markt kommen soll.

Auch die Nutzfahrzeuge von Daimler setzen im Zuge der Elektrifizierung ihres Portfolios auf Batterien aus Sachsen. Sowohl die Vans „Vito“ als auch Sprinter werden zum Marktstart 2019 mit Antriebsbatterien aus Kamenz ausgerüstet sein, ebenso wie der aktuelle „eCanter“, der leichte Lkw der Marke „Fuso“ von Daimler Trucks.