Kreisel Electric entwickelt Zwei-Gang-Getriebe für Elektroflitzer

Teilen

Kreisel Electric hat nach eigenen Angaben ein serienreifen, automatisierten Zwei-Gang-Getriebe entwickelt. Es soll in Elektromobilitätsanwendungen zum Einsatz kommen, die auf hohe Leistungs- und Drehmoment-Bereiche ausgelegt seien, hieß es von dem österreichischen Unternehmen am Mittwoch. Die notwendige ganzheitliche Antriebsstrang-Architektur sei mit der Sala Drive GmbH entwickelt worden.

Das Getriebe besteht Kreisel Electric zufolge aus einer sich bei Bedarf zuschaltende, elektrische Schmierölpumpe mit integriertem Öl-Reservoir. Die Widerstandsverluste seien durch eine reibungsoptimierte Lageranordnung stark reduziert worden. Die elektromechanische Abstimmung sorge für kurze Gangwechsel in 0,25 Sekunden. „In einer maximalen Ausbaustufe, beispielsweise durch den Einsatz von leistungsstärkeren Elektromotoren, können auf diese Weise atemberaubende Leistungswerte von 600 Kilowatt Leistung und einem Eingangsdrehmoment von bis zu 900 Nm gemanaged werden“, sagt Geschäftsführer Philipp Kreisel.

„Wir haben uns das hohe Ziel gesetzt einen ultraleichten, elektrischen Supersportwagen auf Basis eines historischen Sportwagens als idealen Anwendungsfall für unser Getriebe zu bauen“, ergänzt Co-Geschäftsführer Markus Kreisel. Dafür könne das Start-up aber keine Standard-Komponenten verwenden. Diese müssten alle auf Basis des eigenen Anforderungsprofils selbst entwickelt werden, so Kreisel weiter. Bei dem Zwei-Gang-Getriebe hätten zum einen gute Beschleunigungswerte sowie die Gewährleistung von Spitzengeschwindigkeiten im Fokus gestanden. Zum anderen müsse es aber auch als verlässliches Bindeglied zwischen einem Hochleistungs-Antriebsstrang sowie einer entsprechend leistungsfähigen und leichten Batterie zu fungieren. Auch die Batterie hat Kreisel selbst entwickelt, wie es weiter hieß. Damit kommt der Sportwagen dem Unternehmen zu Folge auf eine Reichweite von mehr als 350 Kilometer.