Mehr als 75.000 Kaufprämien für Elektroautos bewilligt

Teilen

Insgesamt 75.339 Anträge auf die Kaufprämie für Elektro- und Hybridfahrzeuge hat das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) inzwischen bewilligt, wovon 45.493 auf reine Elektrofahrzeuge entfallen, 29.827 auf Plug-In-Hybride und 18 auf Brennstoffzellenfahrzeuge. Im August sind damit 4999 neue Anträge hinzugekommen. Das geht aus den am Montag aktualisierten Zahlen der Behörde hervor.

Die Hersteller, die mit ihren Elektroautos am besten ankommen und wahrscheinlich auch am lieferfähigsten sind, sind weiterhin BMW und Volkswagen. Beide Unternehmen verzeichnen mittlerweile zusammen mehr als 24.900 Anträge für ihre Fahrzeuge. Auf Platz drei folgt der Smart mit über 9000 Anträgen. Bei der regionalen Verteilung hat sich Nordrhein-Westfalen nun einen kleinen Vorsprung erarbeitet und liegt weiter von Bayern und Baden-Württemberg. Schlusslichter bleiben Bremen, Mecklenburg-Vorpommern und das Saarland, die alle drei die Marke von 1000 Anträgen noch nicht erreicht haben.

Beim Ausbau der Ladeinfrastruktur geht es etwas voran. Auf der Liste der gemeldeten Ladeeinrichtungen der Bundesnetzagentur sind bis Anfang August nun über 5400 Ladesäulen bundesweit verzeichnet.

Die These, der Markt akzeptiere Elektrofahrzeuge noch nicht, stößt derweil auf immer mehr Kritik. Vielmehr seien derzeit so gut wie keine Elektroautos auf dem deutschen Markt zu kaufen, die bis zum 30. Juni 2019 ausgeliefert werden könnten. „Selbst Annette Winkler, Ex-Smart-Chefin und Herbert Diess, CEO der VW Gruppe, haben schon im Februar 2018 offen zugegeben von der Nachfrage überrascht worden zu sein und dass man nur mit Lieferzeiten von über zwölf Monaten liefern könne“, so Berater Wilfried Thies.