Open Air Wacken auf dem Weg zur vollständigen Klimaneutralität

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Am 1. August haben wir laut Berechnungen der Nichtregierungsorganisation “Global Footprint Network” (GFN) bereits die Ressourcen, die uns die Welt zur Verfügung stellt, für dieses Jahr vollständig ausgeschöpft. (https://www.footprintnetwork.org)

Diese Gleichung wird alljährlich durch den sogenannten „Welterschöpfungstag“ (Earth Overshoot Day) symbolisiert, der dieses Jahr so früh wie nie schon am 1. August eintrat. Mit diesem Tag sind die Kapazitäten der Erde für den Rest des Jahres bereits verbraucht. Um dem weltweiten jährlichen Verbrauch unserer natürlichen Ressourcen gerecht zu werden bräuchte es laut Berechnungen 1,7 Erden. Zu viel CO2 haben wir bereits in die Atmosphäre gegeben, gefischt, entwaldet etc., als dass die Regenerationskraft unserer Erde es ausgleichen könnte.

Dass nicht nur die Politik, sondern auch einzelne Bürger und Unternehmen viel mit individuellen Maßnahmen bewirken können, und damit die Erde und ihre Ressourcen schonen können, zeigt das Beispiel Wacken. Das bei Metalfans sehr beliebte Wacken Open Air ist am 2. August zum 29. Mal gestartet und hat großartige Neuigkeiten zu verkünden. (https://www.wacken.com/de/news/news/news-detail/metal-4-nature-nachhaltigkeit-beim-woa/)

Der Veranstalter ICS Festival Service hat große Pläne in Bezug auf den Klimaschutz und plant in den nächsten Jahren das weltweit größte Metal-Festival in Wacken sowie weitere Veranstaltungen sukzessive auf Erneuerbare Energien und grüne Mobilität umzustellen. Das berühmte Wacken Open Air soll bei diesen Plänen der erste Meilenstein sein, langfristiges Ziel ist eine vollständige Klimaneutralität. (https://www.gp-joule.de/de/news/pressemitteilung-wacken-open-air-2018/)

Dazu kooperiert der ICS Festival Service mit GP Joule, einem Pionier für Lösungen aus 100% Erneuerbaren Energien mit Sitz in Nordfriesland. Gemeinsam wollen die beiden Unternehmen daran arbeiten, eine vollständig aus Erneuerbaren gewonnene Energieversorgung bei Großveranstaltungen umzusetzen und ziehen für dieses Ziel auch die jeweilige Gemeinde und Region mit ein. Hierfür werden neben PV-Modulen u.a. auch der Einsatz von Technologien wie portablen On-/Off-Grid-Anlagen, Elektro-/ Wasserstoff-Mobilität für Verkehr und Logistik, E-Bikes und auch mobile Ladestationen für Handys und Kühltruhen untersucht und entwickelt. Die Pläne und bereits einige dieser Technologien demonstriert GP Joule aktuell mit dem Stand „Energy Hub“ für Besucher des Festivals in Wacken. Mit dieser Umstellung können Großveranstaltungen wie das Wacken Open Air in Zukunft klimaneutral gestaltet werden.

Wir brauchen aber noch mehr solcher Aktionen. Die Pläne für Wacken zeigen, dass Initiativen mit großer Wirkung auch „von unten“ kommen können, wenn der Wille und die Motivation da sind. Denn die nötigen Technologien dafür haben wir schon längst. Wenn wir es schaffen, viele weitere solcher Projekte umzusetzen, kommen wir der Klimaneutralität und 100 Prozent erneuerbaren Energien schon bald einen ganz maßgeblichen Schritt näher. Damit können wir den Welterschöpfungstag in den nächsten Jahren hoffentlich immer weiter nach hinten schieben und damit unsere Erde schützen.