Photovoltaik-Strom für Stadion in Oslo

Teilen

Mehr Photovoltaik für mehr Klimaschutz – dafür setzt sich das norwegische Staatsministerium für Kultur und Sport ein und hat auf dem Bislett-Stadion in Oslo eine Photovoltaik-Anlage mit 212 Kilowatt Leistung errichten lassen. „Eine Photovoltaikanlage mit Signalwirkung“ nennt das Panasonic; das Unternehmen hat die Module für die Anlage auf Norwegens bekanntesten Stadion produziert. Norwegens Regierung hat Panasonic zufolge das Klimaschutzabkommen von Paris unterzeichnet und einen starken Fokus auf umweltfreundliche Energielösungen gelegt und will mit der Photovoltaik-Anlage ein landesweites Signal für mehr CO2-Einsparung setzen.

Wie Panasonic weiter mitteilt, wurden die Module von Abmas Elektro in zwei Teilanlagen auf der Ost- und West-Seite oberhalb der Tribünen installiert. Das Stadion hat 15.400 Sitzplätze, davon sind 3500 überdacht. Mit Hilfe einer Flachdach-Aufständerung habe man die Module optimal in Richtung Ost und West positionieren können. Die Photovoltaik-Anlage soll demnach jedes Jahr rund 150.000 Kilowattstunden Solarstrom erzeugen, die komplett im Stadion verbraucht werden sollen. Denn im Sommer benötigen die Lüftung und die Kühlung in den Gebäuden viel Strom, und auch die Beleuchtung – Licht für die Indoor-Laufanlage und die Flutlichter im Stadion – braucht viel Energie.

„Das Stadion ist ein Wahrzeichen in Norwegen“, sagt Jan Erik Johansen von Abmas Elektro: „Wenn solch eine Anlage hier möglich ist, dann ist die Solarstromerzeugung auch auf anderen staatlichen Gebäuden möglich.“ In Kooperation mit Solar Technologies Scandinavia hat Abmas Elektro in den vergangenen drei Jahren Photovoltaik-Anlagen mit rund drei Megawatt Leistung installiert. „Der Photovoltaik-Markt in Norwegen befindet sich noch ganz am Anfang, aber wir rechnen mit beträchtlichen Wachstumsraten“, sagt Johansen. Im Jahr 2017 seien 17 Megawatt Photovoltaik-Leistung in dem Land installiert worden. Branchenkenner schätzen laut Panasonic das jährliche Wachstum auf 35 Prozent in den kommenden drei bis fünf Jahren.