IRENA: Spektakuläres Wachstum bei Offgrid-Erneuerbaren

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IRENA hat in ihrem jüngsten Brief die positiven Impulse nicht netzgebundener erneuerbarer Energien und ihre transformative Wirkung als wichtige Säule für nachhaltige Entwicklung betont. Die Internationale Erneuerbaren-Organisation attestiert der Branche ein spektakuläres Wachstum in den vergangenen zehn Jahren: Seit 2008 habe sich die installierte Kapazität verdreifacht und die Zahl der von ihr profitierenden Menschen in ländlichen Gemeinden versechsfacht. Heute haben laut IRENA bis zu 133 Millionen Menschen Zugang zu kostengünstigen und sicheren erneuerbaren Energien und profitieren von den sozioökonomischen Auswirkungen, die dieser Zugang bietet.

Afrika hat sich der IRENA-Analyse zufolge zu einem dynamischen, schnelllebigen Drehkreuz für netzunabhängige erneuerbare Energien entwickelt. Die Entwicklung von Photovoltaik-Beleuchtungslösungen und Innovationen bei Bereitstellungs- und Finanzierungsmodellen hätten zu den rasanten Fortschritten in Afrika beigetragen. Offgrid-Erneuerbare versorgen dort demnach inzwischen rund 53 Millionen Menschen – 2011 waren es erst etwas über zwei Millionen. In Asien nutzen laut IRENA etwa 76 Millionen Menschen netzunabhängige erneuerbare Stromquellen, und in Südamerika werde die Technologie als Schlüssel für den Stromzugang auf der „letzten Meile“ gesehen.

IRENA erinnert daran, dass Offgrid-Lösungen für erneuerbare Energien für eine breite Palette von Endanwendungen eingesetzt werden, unter anderem für die Energieversorgung von Landwirtschaft, Telekommunikationsinfrastruktur, Gesundheitszentren, Schulen und ländlichen Unternehmen. Die Organisation betont in ihrem Papier, dass Offgrid-Angebote erhebliche sozioökonomische Vorteile entfalten und zu mehreren Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDG) beitragen würden. „Erneuerbare Energien sind eine zentrale Säule der SDG und stellen eines der effektivsten und wirtschaftlichsten Mittel dar, die für den universellen Energiezugang zur Verfügung stehen“, sagte Rabia Ferroukhi, stellvertretende Direktorin für Wissenspolitik und Finanzen bei IRENA: „Aber darüber hinaus beginnen wir jetzt wirklich zu verstehen, in welcher Weise Strom aus erneuerbaren Energiequellen das Leben derer, die ihn empfangen, verändert und Millionen von Menschen auf der ganzen Welt Stabilität und neue Möglichkeiten bietet.“