EU legt Aktionsplan für Batterie-Industrie vor

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Sicher, vernetzt und umweltfreundlich – so soll nachhaltige Mobilität für Europa gestaltet werden, wie aus einer aktuellen Mitteilung der EU-Kommission hervorgeht. Vor diesem Hintergrund setzt sich die EU-Kommission dafür ein, dass Europas Industrie Batteriezellen – das teuerste Element von Elektrofahrzeugen – in ausreichender Menge herstellen kann. Nach Gründung einer „EU-Batterien-Allianz“ im Oktober hat die Kommission nun einen Aktionsplan vorgelegt.

„Eine wettbewerbsfähige und nachhaltige Batterieindustrie zu schaffen, ist für Europa eine gewaltige und dringende Herausforderung, die rasches Handeln im globalen Wettbewerb erfordert“, heißt es in dem Papier. Laut Prognosen könne der Batteriemarkt in Europa ab 2025 bis zu 250 Milliarden Euro schwer sein. Allein um diesen Bedarf zu decken, würde die EU zehn bis zwanzig Giga-Firmen benötigen – eine industrielle Herausforderung, die aus Sicht der EU-Kommission nicht unkoordiniert angegangen werden kann: „Die Kommission fördert eine grenzübergreifende und integrierte Herangehensweise der EU, die die gesamte Wertschöpfungskette des Ökosystems für Batterien erfasst, den Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit legt, mit der Gewinnung und Verarbeitung von Rohstoffen beginnt und über die Phase der Konzeption und Fertigung von Batteriezellen und Batteriepaketen bis zu deren Nutzung, Zweitnutzung, Verwertung und Entsorgung im Rahmen einer Kreislaufwirtschaft reicht.“

Wie aus dem Papier hervorgeht, setzt der Aktionsplan vor allem auf folgende Punkte: auf einen besseren Zugang zu Rohstoffen, auf eine Unterstützung der Produktion europäischer Batteriezellen in großem Umfang, auf den Ausbau der Führungsrolle der Industrie mittels verstärkter Förderung von Forschung und Innovation, auf Aufbau und Stärkung eines hochqualifizierten Arbeitskräftebestands für alle Teile der Batteriewertschöpfungskette sowie auf die Unterstützung der Nachhaltigkeit der Batteriezellenherstellungsindustrie. Für alle Bereiche sieht der Aktionsplan einen Katalog von Schlüsselmaßnahmen vor.

Die Kommission will im Rahmen der Europäischen Batterie-Allianz weiter eng mit den interessierten Mitgliedstaaten und der Industrie zusammenarbeiten. Damit will sie die Dynamik des Aktionsplans aufrechterhalten und sicherstellen, dass die Maßnahmen fristgerecht umgesetzt werden und greifbare Ergebnisse zeitigen. 2019 soll es einen Bericht über den Stand der Umsetzung dieses strategischen Aktionsplans geben.

Das Frankfurter Unternehmen Terra E begrüßt den Aktionsplan der Europäischen Kommission für die Batterieproduktion in Europa. „Es ist erfreulich, dass die EU Kommission erkannt hat, wie wichtig ein funktionierendes, innovatives und nachhaltiges Öko-System zur Fertigung von Batteriezellen in Europa ist, und dass seitens der EU-Kommission die politischen und finanziellen Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Umsetzung geschaffen werden“, sagt CEO Holger Gritzka zur Initiative der EU-Kommission. Terra E ist Mitglied der Batterie-Allianz und koordiniert eigenen Angaben zufolge ein Konsortium aus 19 europäischen Firmen und Instituten mit dem Ziel, Batteriezellen in Groß-Serienfertigung in Europa herzustellen.