RWE-Tochter Innogy startet Projekt für Stromhandel unter Nachbarn per Blockchain

Essener Grugahalle

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Innogy hat gemeinsam mit dem Start-up Conjoule in Mühlheim an der Ruhr das „Community Network“ gestartet. Die Plattform sei eigens dafür entwickelt worden, dass Besitzer privater Photovoltaik-Anlagen und Verbraucher aus der Nachbarschaft Solarstrom handeln können, teilte die RWE-Tochter für das Erneuerbaren-Geschäft am Freitag mit. Die Blockchain-Technologie ermöglicht den Austausch des lokal erzeugten Stroms zwischen den Nachbarn und schafft Transparenz über die Quelle jeder erzeugten Kilowattstunde, wie es weiter hieß.

Zu den Verbrauchern ohne eigene Photovoltaik-Erzeugung gehörten dabei auch ortsansässige Unternehmen, Supermärkte und Schulen. Die Prosumer-Haushalte würden für das Netzwerk mit Smart-Metern ausgestattet, um die Energieflüsse in Echtzeit zu messen. Wenn in der Community mehr Strom erzeugt als verbraucht wird, soll der überschüssige Ökostrom außerhalb der Gemeinschaft verkauft werden, hieß es bei Innogy ohne konkretere Angaben weiter. Sollte der erzeugte Solarstrom nicht ausreichen, dann werde der Energiekonzern zusätzlichen Ökostrom an die Verbraucher liefern.

Das Projekt startet erst. „Wir werden unser umfangreiches energiewirtschaftliches Know-how in die Waagschale werfen und sind sehr gespannt auf die Ergebnisse unserer Zusammenarbeit“, sagt Innogy-Projektkoordinator Martin Benning. Conjoule hat bereits seit Oktober 2016 zwei Pilotprojekte – darunter eines in Mühlheim – laufen, bei der über die digitale Plattform private Photovoltaik-Anlagen mit lokalen Abnehmern verbunden werden.