Apple bezieht zu 100 Prozent Strom aus Erneuerbaren

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Der Internetkonzern Apple hat am Montag seine 100-prozentige Umstellung auf erneuerbare Energien gemeldet. Einzelhandelsgeschäfte, Büros, Datenzentren und sonstige Apple-Standorte in 43 Ländern würden nun mit sauberer Energie betrieben, heißt es vom US-Unternehmen.

„Nach Jahren harter Arbeit sind wir stolz, diesen wichtigen Meilenstein erreicht zu haben „, sagte Apple-CEO Tim Cook. Er will auch künftig das Energie- und Umweltengagement des Konzern vorantreiben, etwa im Hinblick auf die Produktmaterialien, auf das Thema Recycling sowie die Zusammenarbeit mit Zulieferern. Seit Jahren entwickelt etwa mit Versorgungsunternehmen weltweit Erneuerbaren-Projekte, darunter Photovoltaik-Anlagen und Windparks sowie aufkommende Technologien wie Biogas-Brennstoffzellen, Mikro-Hydro-Erzeugungssysteme und Energiespeichertechnologien.

Inzwischen hat der IT-Konzern nach eigenen Angaben weltweit 25 Erneuerbaren-Projekte mit insgesamt 626 Megawatt Leistung in Betrieb genommen, davon allein im vergangenen Jahr 286 Megawatt Photovoltaik-Leistung – das sei so viel wie in keinem Jahr zuvor. Seit 2011 habe das Unternehmen dadurch seine Treibhausgasemissionen weltweit um 54 Prozent reduziert. Seit 2014 betreibe Apple alle seine Rechenzentren zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien – auch das neue Rechenzentrum im US-Bundesstaat Iowa soll demnach vom ersten Tag an komplett mit Strom aus erneuerbaren Energien gespeist werden. Derzeit seien 15 Erneuerbaren-Projekte in elf Ländern mit insgesamt über 1,4 Gigawatt Leistung im Bau.

Die Erneuerbaren-Projekte des Konzerns sind dabei vielfältig: An seinem neuen Hauptsitz im kalifornischen Cupertino hat das Unternehmen demnach unter anderem eine Photovoltaik-Dachanlage mit 17 Megawatt Leistung installiert, dazu eine vier Megawatt Biogas-Brennstoffzelle. Gesteuert werde das über ein Microgrid mit Batteriespeicher. In sechs chinesischen Provinzen habe Apple über 485 Megawatt an Windkraft- und Photovoltaik-Projekten entwickelt, um die vorgelagerten Produktionsemissionen zu senken. Im US-Bundesstaat Nevada habe Apple gemeinsam mit dem lokalen Energieversorger NV Energy in den vergangenen vier Jahren vier Photovoltaik-Projekte mit insgesamt 320 Megawatt Leistung realisiert. In Japan wiederum arbeite Apple mit dem Solarunternehmen Daini Denryoku zusammen, um mehr als 300 Photovoltaik-Dachanlagen zu installieren, diese böten genug Strom für die Versorgung von über 3000 japanischen Haushalten.

Neben den eigenen Erneuerbaren-Zielen hätten sich nun auch neun weitere Produktionspartner dazu verpflichtet, ihre gesamte Apple-Produktion zu 100 Prozent aus sauberen Energien zu betreiben. Insgesamt hätten sich damit 23 Partnerunternehmen von Apple zu der Umstellung verpflichtet. Im vergangenen Jahr vermieden die Zulieferer Apple zufolge den Ausstoß von 1,5 Millionen Tonnen CO2, was in etwa dem Ausstoß von 300.000 Autos entspricht. Darüber hinaus hätten sich mehr als 85 Lieferanten auf dem Apple Clean Energy Portal registriert. Dies ist eine Online-Plattform, die Apple entwickelt hat, um Lieferanten dabei zu helfen, wirtschaftlich tragbare Lösungen für erneuerbare Energien in Regionen auf der ganzen Welt zu finden.