Elkem plant Börsengang in Norwegen

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Der norwegische Silizium-Anbieter Elkem, eine Tochtergesellschaft des chinesischen Chemiekonzerns China National Bluestar Group, plant eine Rückkehr an die Börsein Oslo (Oslo Børs).  Elkem teilte weiter mit, dass im Zuge des Börsengangs die Bluestar Elkem International Co. Ltd. ihren Anteil an dem Unternehmen reduzieren werde, dennoch aber größter Anteileigner bleiben solle.

Mit dem Geld aus dem Börsengang sei geplant, die in China ansässigen Einheiten Jiangxi Bluestar Xinghuo Silicones Co. Ltd. (Xinghuo Silicones) and Bluestar Silicon Material Co. Ltd. (Yongdeng Silicon Materials) zu erwerben. Beide besitzen und betreiben Fabriken in China für die Herstellung verschiedener Siliziumprodukte. Die Ankündigung der Übernahme dieser Fabriken hatte Elkem bereits im Juni 2017 gemacht, ohne allerdings ein Datum zu nennen. Damals hieß es, dass mit diesem Schritt der Aufbau einer integrierten Silizium-Wertschöpfungskette unterstützt werden soll. So wolle Elkem künftig alles abdecken – von der Quarzgewinnung über Silizum bis hin zu Silizium-Spezialprodukten.

Elkem hofft mit dem Börsengang, der voraussichtlich im ersten Quartal noch erfolgen soll, auf Einnahmen von rund fünf Milliarden norwegischen Kronen – umgerechnet 509 Millionen Euro. Dafür sollen institutionelle und private Investoren in Norwegen sowie internationale institutionelle Anleger gewonnen werden.

„Elkem und das neue chinesische Geschäft haben weltweit rund 6100 Mitarbeiter und erreichten insgesamt einen Umsatz von 21,4 Milliarden norwegischen Kronen bei einem EBITDA von 3,2 Milliarden norwegischen Kronen im Geschäftsjahr 2017“, wie es weiter hieß. Elkem hatte sich 2005 von der Börse in Oslo zurückgezogen. Bluestar erwarb die Elkem Gruppe 2011 für etwa zwei Milliarden US-Dollar. Im März 2014 investierte der Finanzinvestor Guangyu International 200 Millionen US-Dollar in Elkem Solar, da eine Polysilizium-Fabrik mit einer Kapazität von 6000 Megatonnen im norwegischen Kristiansand betreibt. Nur ein Jahr später übernahm Bluestar auch den norwegischen Photovoltaik-Hersteller REC Solar für 4,34 Milliarden norwegische Kronen.

Der Originalartikel ist auf www.pv-magazine.com erschienen.