Suntech startet Massenproduktion von Solarzellen aus schwarzem Silizium

Wuxi Suntech Power hat am Donnerstag den Start der Massenproduktion seiner selbst entwickelten schwarzen Silizium-Solarzellen vermeldet. Der chinesische Photovoltaik-Hersteller wolle bereits in diesem Jahr eine jährliche Produktionskapazität von bis zu 500 Megawatt erreichen.

Im Juni 2017 begann Suntech mit der Entwicklung der Verarbeitungstechnologie für Solarzellen aus schwarzem Silizium. Dabei habe das Forschungsteam Probleme im Zusammenhang mit dem Diamantdrahtschneiden von multikristallinen Silizium-Wafern in der Massenproduktion durch eine selbstentwickelte metall-gestützte chemische Ätztechnik gelöst. Durch die optimierte nanostrukturierte Verarbeitungstechnologie sei dabei im Vergleich zur direkten Additiv-Texturierung eine zusätzliche absolute Effizienzsteigerung der Solarzellen von bis zu 0,3 Prozent erreicht worden.

Suntech arbeitet bei der Entwicklung von effizienteren Solarzellen nach eigenen Angaben kontinuierlich an innovativen Möglichkeiten zur Integration von schwarzem Silizium und der Perc-Technologie. Ein Schwerpunkt ist dabei die Umsetzung von Labortechnologien in Massenproduktion.

Zum einen hat schwarzes Silizium durch einen niedrigen Reflexionsgrad vorteilhafte Auswirkung auf den Wirkungsgrad. Zum anderen hilft es ein Problem lösen, das mit der Einführung der Diamantdrahtsäge entstand. Die neue Sägetechnik hat dazu beigetragen, die monokristallinen Zellen deutlich billiger zu machen. Multikristalline Wafer, die mit Diamantdraht gesägt werden, lassen sich aber nicht mehr mit den Standard-  Texturierungsverfahren bearbeiten. Ein Ausweg ist, sie mit der Methode zu bearbeiten, durch die das schwarze Silizium entsteht. Auch chinesische Unternehmen GCL-SI hatte das Problem Anfang 2017  durch nanostrukturiertes schwarzes Silizium behoben.