Fraunhofer IWES wird aufgespalten

Das Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik IWES ist 2009 gegründet worden und nun auf knapp 600 Mitarbeiter angewachsen. Die beiden Institutsteile hätten in den vergangenen Jahren weitgehend unabhängige Profile entwickelt. Daher hätten Vorstand und Senat der Fraunhofer-Gesellschaft nun die Aufspaltung beschlossen, hieß es am Dienstag. Die beiden Teile würden ab Januar 2018 als eigenständige Institute fortgeführt, auch um für Kunden und Industriepartner eine Profilschärfung zu erreichen.

Das Fraunhofer IWES in Kassel werde zum neuen „Fraunhofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik IEE“. Das Fraunhofer IWES Nordwest mit Hauptsitz in Bremerhaven werde weiterhin mit dem Kürzel IWES und der leicht geänderten Institutsbezeichnung „Fraunhofer-Institut für Windenergiesysteme IWES“ firmieren, so die Entscheidung. Bei übergreifenden Fragestellungen wollten beide Institute auch künftig zusammenarbeiten.

Damit könne sich das Fraunhofer IWES künftig ganz auf die Windbranche konzentrieren. „Nach einer intensiven und erfolgreichen Aufbauphase sieht sich das künftige Fraunhofer-Institut für Windenergiesysteme als ein auf die Windbranche fokussiertes Institut bestens gerüstet, um zur Bewältigung der derzeitigen enormen technischen Herausforderung einen substanziellen Beitrag zu leisten“, erklärte Andreas Reuter, Institutsleiter des Fraunhofer IWES in Bremerhaven.

Das Fraunhofer IEE wiederum habe sich mit Forschungen zur nationalen und internationalen Transformation der Energieversorgungssysteme in den Bereichen Energiewirtschaft und Systemtechnik etabliert. „Wir entwickeln Lösungen für technische und wirtschaftliche Herausforderungen, um die Kosten für die Nutzung erneuerbarer Energien weiter zu senken, die Versorgung trotz volatiler Erzeugung zu sichern, die Netzstabilität auf gewohnt hohem Niveau zu gewährleisten und das Geschäftsmodell Energiewende zum Erfolg zu führen“, sagte Clemens Hoffmann, Institutsleiter des Fraunhofer IEE in Kassel.