Datenspezialist Solandeo gewinnt Start-up-Pitch

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Solandeo hat sich auf dem 18. Forum Neue Energiewelt gegen drei Konkurrenten in einem Wettstreit von Start-ups durchgesetzt. Die Spezialität von Solandeo liegt laut Firmenchef Friedrich Rojahn beim Thema Daten, die das Start-up in großer Menge selbst erhebt und so auf einen riesigen Fundus zurückgreifen kann. Bundesweit ist das Berliner Start-up bereits in über 700 Netzbetrieben aktiv, mit einem betreuten Portfolio zur Steuerung von Erneuerbaren-Energien-Anlagen mit circa 4000 Messstellen.

Insgesamt vier Start-ups konnten auf dem Forum Neue Energiewelt am vergangenen Donnerstag ihre neuen Geschäftsideen und innovativen Techniken einer fünfköpfigen Jury aus Branchenvertretern vorstellen. Abgestimmt wurde mit Bitcoins, die die üblichen Stimmen ersetzten. In der Jury saßen unter anderem ABB-Vorstand Martin Schumacher und Claus Wattendrup, Geschäftsführer der Vattenfall Innovation GmbH. Der Energiekonzern kooperiert bereits mit dem Sieger-Start-up Solandeo. „Ein Konzern wie Vattenfall profitiert von der Geschwindigkeit, mit der Start-ups ihre Ideen vorantreiben“, sagte Wattendrup.

Neben Friedrich Rojahn von Solandeo haben Gautier Chapuis von Airteam, Hannah Ellermann von Lumenion und Artur Löwen von Gridhound ihre Unternehmen vorgestellt. Das Berliner Start-up Airteam hat sich auf die Vermessung von Dächern für die Installation von Solaranlagen spezialisiert und setzt dafür eine Flugdrohne, den Roof Inspector ein. Mit die besten Lichtverhältnisse für die virtuellen Bilder gibt es dabei gerade im Herbst, sagt Airteam-Mitgründer Gautier Chapuis: „Schlechtes Wetter ist für uns super“.

Das an der RWTH Aachen gegründete Start-up Gridhound hat sich auf den Betrieb von Verteilnetzen spezialisiert und bietet Werkzeuge zur Netzüberwachung, Vorhersage und Steuerung. Ziel ist die weitestgehende Automatisierung des Netzbetriebs durch ein maschinelles Lernverfahren. Lumenion aus Berlin entwickelt und baut Speicher-Blockheizkraftwerke. Das Lumenion-System speichert Erzeugungsspitzen aus Wind und Photovoltaik dezentral als Hochtemperatur-Wärme bei 600 Grad Celsius. Diese thermische Energie kann bei Bedarf wieder direkt als Wärme oder durch den Betrieb einer Turbine zur Stromerzeugung genutzt werden. Ihr erstes Projekt startet in Berlin-Reinickendorf, verriet Hannah Ellermann, Head of Business Development.