Fassade mit Photovoltaik-Modulen in sechs Größen und mit sieben Mustern ausgestattet

Das multifunktionale Potenzial größenvariabler Photovoltaik-Elemente für die Gebäudehülle zeigt die Ed. Züblin AG jetzt an der Südfassade ihres Gebäudes Z3 in Stuttgart. Als Referenz-Projekt für das EU-geförderte Forschungsprojekt Construct-PV wurde die Fassade in den vergangenen Monaten mit 186 Photovoltaik-Modulen in sechs verschiedenen Größen und mit sieben unterschiedlichen Siebdruckmustern ausgestattet. Die 240 Quadratmeter große Fläche kommt so auf eine Photovoltaik-Gesamtleistung von 30 Kilowatt und soll pro Jahr 17.000 Kilowattstunden Strom liefern. Wie Züblin mitteilt, ist der Anschluss der Photovoltaik-Anlage an das Stromnetz bereits beim Netzbetreiber beantragt und wird zeitnah erwartet. Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) soll den Solarstrom-Ertrag wissenschaftlich erfassen und überwachen.

Den Presseunterlagen zufolge machte die aufwendige Gestaltung der Z3-Fassade mit changierend beschnittenen Holzlisenen, verglasten Öffnungsflügeln und rückseitig graphitgrau emaillierten ESG-Scheiben im Brüstungsbereich die Integration der Photovoltaik-Module zu einer anspruchsvollen Aufgabe für das Construct-PV-Team. Um die ESG-Scheiben zur Gebäudeintegration durch Glas-Glas-Photovoltaik-Module ersetzen zu können, haben die Projektpartner demnach einen innovative Modulaufbau mit einer seitlich überstehenden Frontscheibe entwickelt. Dieses Stufenglas ermögliche eine unabhängige Verklebung der Front- und der Rückscheibe auf der Unterkonstruktion. Um den negativen Einfluss der Verschattung durch die hervorspringenden Holzlisenen abzumildern, seien auch bei der Modul-Verschaltung neue Wege eingeschlagen worden. Für die Zellverbindung komme zudem die Smartwire-Connection-Technology von Projektpartner Meyer Burger zum Einsatz. Wie Züblin weiter mitteilt, wurde der fünfgeschossige Bürokomplex Z3 als Niedrigstenergie-Gebäude mit einem DGNB-Zertifikat in Gold prämiert.