Eon baut erste Schnellladestation in Geiselwind

Am einem Autohof an der A3 in Geiselwind wird bis zum Jahresende die erste Schnellladestation entstehen. Eon habe damit den ersten Standort für sein „europaweites Netz von ultraschnellen Ladestationen“ ausgewählt, hieß es am Mittwoch. Eon will dies gemeinsam mit dem dänischen Dienstleister Clever aufbauen. Der Energiekonzern erhält dafür auch Fördermittel aus dem Bundesprogramm „Ladeinfrastruktur“.

Den Förderbescheid übergab die zuständige Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium. Dorothee Bär. Sie bezeichnete die fehlende Ladeinfrastruktur als „wesentliche Hürde beim Ausbau der Elektromobilität“. „Unser Ziel ist es, eine flächendeckende Ladeinfrastruktur zu schaffen. Damit stärken wir das Vertrauen der Autofahrer, jederzeit und überall ihr Fahrzeug laden zu können. Je mehr Akteure sich am Ausbau der Infrastruktur beteiligen, desto schneller kann sich die Elektromobilität von der Nische zum Standard entwickeln“, sagte Bär weiter.

Eon und Clever wollen voraussichtlich im Spätsommer mit dem Bau der Station beginnen. Dabei würden zukünftige Entwicklungen in der Elektromobilität bereits berücksichtigt. Die Station mit vier Lädesäulen werde mit einer Leistung von 150 bis 350 Kilowatt ausgelegt. Es ist nach Angaben von Eon eine der ersten kommerziellen ultraschnellen Ladestationen für Elektrofahrzeuge in ganz Europa. Batterien von Elektrofahrzeugen mit bis zu 400 Kilometern Reichweite sollen in nur etwa 20 Minuten aufgeladen werden; künftig auch noch schneller, wie es weiter hieß.

Bayernwerk werde den Anschluss der Station ans Netz übernehmen. Nach der Inbetriebnahme solle der Regionalversorger von Eon auch den reibungslosen Betrieb der Ladestation sicherstellen.

Neben der Kaufprämie für Elektroautos beschloss die Bundesregierung im vergangenen Frühjahr auch rund 300 Millionen Euro für ein Förderprogramm zum Aufbau der Ladeinfrastruktur. Damit sollen Bundesweit rund 15.000 Ladesäulen bis 2020 entstehen.