Sonnen will Tesla Powerwall in Australien direkte Konkurrenz machen

Der australische Photovoltaik-Speichermarkt ist für viele deutsche Anbieter durchaus attraktiv und wächst derzeit stark. Die Sonnen Gruppe kooperiert ab sofort mit Natural Solar, einem der größten Photovoltaik- und Speicher-Installateure in Australien, wie das Allgäuer Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Bislang habe das Unternehmen ausschließlich die Tesla Powerwall im Angebot gehabt. Ab sofort könnten die Kunden auch die Sonnenbatterie als Photovoltaik-Heimspeicher wählen.

„Die gestiegenen Energiekosten in Australien haben die Nachfrage nach Speichern in den vergangenen 18 Monaten um über 1.000 Prozent anwachsen lassen“, erklärte Chris Williams, Vorstandschef von Natural Solar. Daher habe sich das Unternehmen bewusst für die Ausweitung seiner Photovoltaik-Speicherlösungen entschieden. Das Allgäuer Unternehmen starte zudem zeitgleich mit der Einführung seiner „Sonnenflat“ in Australien. Sonnen wollte dafür tausende seiner Photovoltaik-Heimspeicher zu einem virtuellen Batteriepool vernetzen, um kurzfristige Schwanken im Stromnetz auszugleichen, hieß es weiter.

„Die Sonnenflat soll Kunden angeboten werden, die neben einer Photovoltaik-Dachanlage mit etwa fünf Kilowatt Leistung auch eine Sonnenbatterie mit acht Kilowattstunden installieren“, sagte Williams auf Nachfrage von pv magazine. Er erwarte, dass sein Unternehmen bis zum Jahresende „hunderte, wenn nicht tausende“ Photovoltaik-Heimspeicher von Sonnen verkaufen werde. „In Australien sehen wir derzeit einen Übergang zu intelligenten Technologien und Smart-Grids“, so Williams weiter. Natural Solar hat seinen Hauptsitz in Sydney und ist in den Bundesstaaten New South Wales, Queensland, Victoria und Südaustralien aktiv.

„Das Interesse an der Sonnenflat in Australien ist schon vor dem offiziellen Start unglaublich hoch“, erklärte Philipp Schröder, Vertriebsgeschäftsführer bei Sonnen. Er rechne daher mit einem schnell wachsenden Geschäft für den Anbieter auch in Australien. Das Angebot, sich unabhängig von den Energielieferanten zu machen, sei auf dem Kontinent vor dem Hintergrund der erheblich gestiegenen Strompreise attraktiv. Immer mehr Menschen suchten nach Alternativen. Grund für den Anstieg in den vergangenen Monaten seien die zunehmend instabileren Stromnetze sowie die veralteten Kohlekraftwerke, die abgeschaltet wurden, hieß es bei Sonnen. Dezentrale Speicherlösungen könnten Stromausfälle überbrücken und die Stromnetze zusätzlich entlasten.