Sonnen, Senec und E3/DC dominieren bei PV-Speichermarkt in Deutschland und Europa

Der deutsche Photovoltaik-Speichermarkt wächst im rasanten Tempo. Im ersten Quartal 2017 seien hierzulande bereits deutlich mehr als 50 Unternehmen mit mehr als 300 Speicherprodukten aktiv gewesen, so die am Montag veröffentlichte Analyse von EuPD Research. Die größten Marktanteile bei Photovoltaik-Heimspeichern in Deutschland und Europa hätten dabei die Anbieter Sonnen, Deutsche Energieversorgung (Senec) und E3/DC. Sie konnten stark von der positiven Marktentwicklung profitieren. So seien allein in Deutschland im vergangenen Jahr rund 25.000 Speichersysteme installiert worden, ein Wachstum um 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Sonnen, Senec und E3/DC hätten allein 47 Prozent der Systeme geliefert, so die EuPD-Research-Analysten weiter. Mit Blick auf den gesamten europäischen Speichermarkt kommen sie auf einen Marktanteil von immerhin 44 Prozent. Mit jeweils 22 Prozent ist Sonnen deutschland- und europaweit der Anbieter mit dem größten Marktanteil, gefolgt von Senec mit 15 respektive 12 Prozent sowie E3/DC mit zehn bzw. acht Prozent. LG Chem liegt europaweit mit zehn Prozent Marktanteil noch vor E3/DC und kommt in Deutschland auf neun Prozent (siehe Grafik).

„Dieser konstante Marktanteil ist insofern beachtlich, da auf europäischer Ebene weitere Akteure aktiv sind, die in Deutschland bislang noch unbekannt sind“, sagte Martin Ammon, Leiter Energiewirtschaft bei EuPD Research. Sonnen profitiere davon, dass es früh begonnen habe, ins Ausland zu expandieren. Diese Strategie verfolgten mittlerweile auch andere etablierte Anbieter in Deutschland. Dabei wird nach Einschätzung von EuPD Research auch der deutsche Photovoltaik-Speichermarkt weiter wachsen. Die Angaben der Anbieter für das erste Quartal 2017 ließen einen positiven Trend im deutschen, aber auch in den europäischen Absatzmärkten erwarten. Für das Gesamtjahr 2017 werden erstmals mehr als 30.000 neu installierte Photovoltaik-Speichersysteme für den deutschen Markt erwartet, wie es bei EuPD Research heißt.

Der Bundesverband Solarwirtschaft hat ebenfalls am Montag seinen aktuellen „Speicherpreismonitor“ veröffentlicht. Demnach sind die Preise für Speichersysteme bis zehn Kilowattstunden Kapazität um rund 40 Prozent in den vergangenen vier Jahren gesunken. Bei größeren Batteriespeichern bis 30 Kilowattstunden Nennkapazität seien es sogar mehr als 50 Prozent in diesem Zeitraum. Der BSW-Solar schätzte die Zahl der neu installierten Photovoltaik-Speichersysteme für das vergangene Jahr auf rund 20.000.