Niedrige Ausschreibungspreise lassen EEG-Umlage ab 2022 sinken

Mit der EEG-Umlage werden unter andem die Kosten für den Ausbau von Photovoltaik, Windkraft und Co. finanziert. Derzeit liegt sie bei 6,88 Cent pro Kilowattstunde und liefert damit Gegner von erneuerbaren Energien oftmals ein Argument, um sich über die hohen Kosten der Energiewende zu echauffieren. Angesichts der mittlerweile stark gesunkenen Preise für Photovoltaik und Windkraft, die bei den Ausschreibungen ermittelt werden, könnte die EEG-Umlage nun schneller ihren Scheitelpunkt erreichen und sinken als bislang angenommen. Dies berichtet die „Wirtschaftswoche“ unter Berufung auf Agora Energiewende. Der Berliner Think-Tank habe errechnet, dass die EEG-Umlage ab 2020 nicht mehr steige und ab 2022 sinken werde. Im Jahr 2035 könnte sie dann bei voraussichtlich 2,66 Cent pro Kilowattstunde liegen – dies wären 3,3 Cent pro Kilowattstunde niedriger als in den bisherigen Prognosen. Die Verbraucher und Unternehmen würden zu diesem Zeitpunkt um rund 10,5 Milliarden Euro gegenüber ursprünglichen Prognosen entlastet, heißt es in dem Bericht. „Wir sehen, dass die Auktionen wirken, aber nicht kurzfristig“, sagt Agora-Energiewende-Chef Patrick Graichen dem Blatt.