US-Tochter von Solarworld produziert weiter

Das Insolvenzverfahren des Photovoltaik-Herstellers in Deutschland bleibt nicht ohne Auswirkungen auf die US-Tochter. Solarworld wird die Produktionsvolumen an die Nachfrage anpassen und schließt Entlassungen nicht aus, wird aber weiterhin Solarzellen und Module in den USA produzieren.
Die Modul- und Zellproduktion von Solarworld in den USA läuft weiter. | Foto: Solarworld

Solarworld Americas Inc. beabsichtigt seine Produktion in Hillsboro aufrecht zu erhalten. Derzeit arbeite das Management an einer Strategie, die Fertigung fortzuführen, die Effizienz zu steigern und so viele Jobs wie möglich zu erhalten, teilte der US-Photovoltaik-Herstellern mit. Anders als die Solarworld AG und ihre deutschen Tochtergesellschaften hat die US-Gesellschaft keine Insolvenz angemeldet. Aber auch die Fertigung in Deutschland laufe während des vorläufigen Insolvenzverfahrens weiter. Die Steigerung der Effizienz in der Produktion sei notwendig, um das Unternehmen zu stabilisieren und in einer wettbewerbsfähigen Position zu halten, hieß es von Solarworld Americas weiter. In diesem Zusammenhang könnten voraussichtlich auch Entlassungen nicht vermieden werden.

Nach den rechtlichen Vorgaben in den USA habe Solarworld Americas daher in dieser Woche die sogenannte „WARN Act notification“ veröffentlicht. Damit habe der Hersteller Transparenz für seine Mitarbeiter geschaffen, dass es zu Entlassungen kommen werde und dies in einem beträchtlichen Umfang. Weil die bestehenden Schutzmaßnahmen nicht vollumfänglich funktionierten, um faire Marktbedingungen zu schaffen, müsse Solarworld USA die Produktionsvolumen an die bestehende Nachfrage anpassen, hieß es weiter mit Blick auf die geltenden Anti-Dumping- und Anti-Subventionsmaßnahmen in den USA für kristallinen Photovoltaik-Produkte aus China.

Kommentare

Karl- Heinz Remmers
May 24, 2017

Es muss klar sein, dass das Management in den USA solche Ankündigungen machen muss- das ist eine harte Ansage. Und das vor dem Hintergrund, dass durch den absurden Suniva- File in den USA gerade massive Sonderkonjunktur herrscht. Auch hier wieder der China- Unsinn. In den USA sind schon seit 2012 Schutzzölle gültig und auch auf Taiwan was die Unfähigkeit von Solarworld sich weiterzuentwickeln nichts geändert hat.

Und das obwohl Solarworld ganz lange und nachweislich massiv Glas, Wafer, Rahmen usw. aus China auch in die USA importiert hat- und auch die sagenhaften Stecker von Amphenol die gerade einen Rückruf ausgelöst haben.

Solarworld kauft alles China was geht – um dann wieder jedes Vorurteil gegen China einzusetzen. Das ist zutiefst unmoralisch und kann man nicht oft genug wiederholen.

Solarworld muss jetzt das Mantra der „Weiterproduktion“ pflegen und das obwohl bereits jetzt die anderen deutschen Hersteller einen massiven Run von SW zu ihnen melden inkl. kurzzeitiger Marktüberhitzungen in D. Wer soll auch Module ohne irgendwelche Aussicht auf klare Garantiezusagen kaufen???

Ob sie dazu kommende Woche etwas auf der Intersolar sagen?

Und ob sie überhaupt noch dort sind?