Vetro Solar stellt Geschäftsbetrieb ein

Der insolvente Hersteller Vetro Solar wird am 31. März seinen Geschäftsbetrieb einstellen. Die rund 25 Mitarbeiter hätten am Montag ihre Kündigung erhalten, teilte der Insolvenzverwalter Henning Schorisch, Partner der Kanzlei hww Hermann Wienberg Wilhelm mit. Ein zeitnaher Erfolg im Investorenprozess sei „nicht mehr hinreichend wahrscheinlich“. „Bis zuletzt haben wir für eine Rettung des Unternehmens gekämpft“, erklärt Schorisch weiter. Trotz zahlreicher Gespräche in den vergangenen Monaten habe sich kein Käufer gefunden. Zudem seien die Produktionsanlagen in Sandersdorf-Brehna ab April „nicht mehr relevant ausgelastet“. Es seien dann erhebliche Verluste zu erwarten. „Die Umsatzverluste aufgrund Wegbrechens eines wesentlichen Kunden sind kurzfristig und vor allem ohne belastbaren Investor mit mittelfristiger Planungssicherheit für die Kunden nicht zu kompensieren“, begründete Schorisch die Schließung zum 31. März.

Vetro Solar hatte im Januar 2016 einen Insolvenzantrag gestellt. Schorisch war bereits als vorläufiger Insolvenzverwalter vom Amtsgericht Dessau-Roßlau eingesetzt worden. Er entschied nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens im April 2016 schließlich, die Produktion wieder hochzufahren, nachdem sie zuvor stillstand. 2016 habe der Solarglas-Hersteller dabei kostendeckend wirtschaften können. (Sandra Enkhardt)