Belectric OPV und Merck erhalten Innovationspreis für organische Photovoltaik-Module

Belectric OPV ist für seine organischen Photovoltaik (OPV)-Module mit dem Innovationspreis „Architecture + Building“ auf der BAU 2017 ausgezeichnet worden. Sie seien gemeinsam mit Merck entwickelt worden, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Für die OPV-Module würden die neueste Generation der „Lisicon“-Marterialen des Technologieunternehmens verwendet. Zudem seien sie für den Einsatz in gebäudeintegrierter Photovoltaik optimiert worden. Belectric sieht in der organischen Photovoltaik eine sehr vielversprechende Technologie zur Adaption und Integration von Photovoltaik.

Diese werde umso wichtiger, da die EU ab 2021 sogenannte nahe-Nullenergiegebäude zur Pflicht erklärt habe, um die CO2-Emissionseinsparziele zu erreichen. Zur Erfüllung des neuen Standards komme den erneuerbaren Energien, darunter auch der gebäudeintegrierten Photovoltaik, eine Schlüsselrolle zu, hieß es weiter. Die gedruckten OPV-Module seien dünne und flexible Laminate, die sich einfach auf eine Vielzahl von Konstruktionsmaterialien anbringen ließen. Sie bieten Belectric OPV zufolge eine größere Gestaltungsfreiheit und höhere Anpassungsfähigkeit als klassische Solarmodule.

Die gebäudeintegrierte Photovoltaik wird eine wichtige Rolle in zukünftigen, energieeffizienten Gebäuden spielen. Jedoch erfüllen die heutigen Lösungen oftmals nicht die Vorstellungen der Architekten“, erklärte David Müller, Head of Marketing Photovoltaics bei Merck. Daher sei es „ein besonderer Ansporn“, dass die mit Architekten besetzte Jury bei dem OPV-Ansatz von Belectric und Merck die Vereinbarkeit von Funktion und Design hervorgehoben habe.

Belectric OPV hat in den vergangenen Jahren mehrere Referenzprojekte mit seiner Technologie realisiert. „Die organische PV hat das F&E Stadium klar verlassen“, sagt daher Hermann Issa, Senior Director of Business Development and Sales, bei Belectric OPV. Er verweist zur Begründung auch auf die verschiedenen Anforderungsprofile bei den Projekten. So seien für den deutschen Pavillon der EXPO 2015 OPV-Laminate in die Solarbäume eingespannt worden. Mit der Bischoff Glastechnik AG seien in mehreren Gebäuden in Glas einlaminierte OPV-Module installiert worden, während mit Taiyo Europe OPV-Module in ETFE Membrane integriert wurden. (Sandra Enkhardt)