Solarworld investiert in Waferfertigung in Deutschland

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Die Solarworld AG investiert einen zweistelligen Millionenbetrag in die Aufrüstung seiner Waferfertigung in Deutschland. Die Produktion für rund 500 Megawatt Wafer jährlich in Freiberg solle mit Diamantdrahtsägen neuester Generation des Herstellers Meyer Burger versehen werden, teilte der Photovoltaik-Hersteller am Donnerstag mit. Der Schweizer Technologiekonzern hatte am gleichen Tag den Auftrag eines europäischen Bestandskunden für sein Diamantdrahtsägensystem DW 288 Series 3 mit einem Volumen von acht Millionen Schweizer Franken vermeldet. Die Auslieferung und Inbetriebnahme ist ab dem zweiten Quartal vorgesehen.

„Diamantdrahtsägen erhöhen Output und Geschwindigkeit der Produktion. Gleichzeitig werden durch eine Reduzierung von Materialverlusten Kosten gesenkt und Ressourcen geschont“, hieß es bei Solarworld. Der Hersteller will die in Freiberg produzierten Wafer für die Zellfertigung in Arnstadt nutzen. „Je höher die Qualität und der Wirkungsgrad der Solarstromanlage, desto niedriger die Stromerzeugungskosten pro Kilowattstunde. Deswegen setzen wir mit der neuen Diamantdrahttechnologie, mit unseren Mono-PERC-Solarzellen und und anderem mit extrem langlebigen Glas-Glas-Modulen weiter auf höchste Qualität und Effizienz“, erklärte Solarworld-Vorstandschef Frank Asbeck.

Das „Handelsblatt“ (Donnerstagausgabe) berichtete zuvor, dass der Aufsichtsrat in seiner heutigen Sitzung über die künftige Ausrichtung des Konzerns diskutieren werde. Demnach wollte das Gremium Asbeck dazu bringen, vom bisherigen Geschäftsmodell angesichts der anhaltenden Verluste Abstand zu nehmen. Das Blatt berichtete unter Berufung auf Aufsichtsratskreise, dass die Aufseher grundlegende Zweifel am derzeitigen Geschäftsmodell als vertikal integrierter Photovoltaik-Hersteller hätten und lieber Solarworld als Hersteller und Anbieter ganzheitlicher Photovoltaik-Systeme positionieren wollten. Einzelne Komponenten sollten dafür billig zugekauft werden, heißt es in dem Bericht.

„Ziel ist die weitere Fokussierung auf Hochqualitätsprodukte, um sich insbesondere vom asiatischen Wettbewerb abzusetzen“, hieß es in der heutigen Mitteilung von Solarworld. Mit der Investition in die Waferfertigung dürfte klar sein, dass das Unternehmen weiter an seiner bisherigen Strategie festhält. (Sandra Enkhardt)

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