EUPD Research rechnet mit 1,4 Gigawatt Photovoltaik-Zubau für 2017

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EuPD Research erwartet für dieses Jahr eine Trendwende auf dem deutschen Photovoltaik-Markt. Erstmals seit 2013 könnte es wieder einen Anstieg bei den neu installierten Photovoltaik-Anlagen geben, teilte das Bonner Analysehaus am Mittwoch mit. EUPD Research rechnet mit einem Photovoltaik-Zubau von 1,4 Gigawatt in diesem Jahr in Deutschland. Gründe seien sowohl die am Weltmarkt sinkenden Modulpreise als auch inländische Entwicklungen wie etwa die steigenden Strompreise.

Für das vergangene Jahr rechnet EuPD Research mit einem Photovoltaik-Zubau von 1,1 Gigawatt. Als größten Markttreiber sehen die Analysen die deutlich gesunkenen Modulpreise und damit einhergehend sinkende Photovoltaik-Systempreise. Diese Zahl der Neuinstallationen hat sich bereits in den letzten Monaten des vergangenen Jahres etwas erhöht. „Der Einfluss sinkender Systempreise wirkt sich am stärksten im Bereich der preissensitiven Freiflächenanlagen aus“, sagt Martin Ammon, Leiter Energiewirtschaft bei EuPD Research. Die Analysten gehen daher davon aus, dass das Anlagensegment über einem Megawatt mit 44 Prozent den größten Anteil an den Photovoltaik-Neuinstallationen in diesem Jahr ausmachen werde. Ein anderer Grund für das Anziehen in diesem Bereich dürfte allerdings auch sein, dass viele Photovoltaik-Projekte aus den ersten Ausschreibungsrunden 2015 noch nicht realisiert sind. Wenn die erfolgreichen Bieter, Abschläge vermeiden oder den Verfall ihres Zuschlags verhindern wollen, müssen sie ihre Anlagen in diesem Jahr ans Netz bringen. So läuft die Frist für die Projekte aus der ersten Runde vom April 2015 noch bis Anfang Mai diesen Jahres. Danach würde der Zuschlag verfallen.

Ebenfalls mit einem deutlichen Anstieg des Zubaus geht EuPD Research bei privaten Dachanlagen aus. Für die privaten Aufdachanlagen unter 10 Kilowattpeak werden insgesamt Neuinstallationen in Höhe von knapp 300 Megawatt erwartet, was in 2017 einem Marktanteil von gut einem Fünftel entsprechen sollte“, so Ammon weiter. Bei kommerziellen Photovoltaik-Dachanlagen werde dagegen von einem eher geringen Wachstum ausgegangen. (Sandra Enkhardt)

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