Oxford PV sichert sich weitere Millionen-Finanzierung

Die Oxford Photovoltaics Ltd. (Oxford PV) hat 8,1 Millionen Pfund – knapp 9,6 Millionen Euro – in einer weiteren Finanzierungsrunde eingesammelt. Der größte Teil der neuen Kapitalinvestitionen stamme von drei neuen strategischen Investoren, die das Potenzial der Perowskite-Technologie von Oxford PV erkannt hätten, teilte das britische Spin-off am Dienstag mit. Es handele sich um Statoil ASA, Legal & General Capital sowie einen nicht namentlich genannten Family-Fonds-Investor. Jeder dieser Investoren werde bei der Markteinführung der neuen Photovoltaik-Technologie auf Basis von Perowskite-Silizium-Solarzellen eine wichtige unterstützende Rolle spielen, hieß es weiter.

Im November hatte Oxford PV den Standort und die Anlagen der Bosch CISTech GmbH in Brandenburg an der Havel erworben. Dort wolle das britische Unternehmen, das 2010 als Spin-off der Oxford-Universität gegründet wurde, eine Pilotlinie für seine Perowskite-Technologie aufbauen. Dazu habe Oxford PV Anfang Dezember auch ein gemeinsames Entwicklungsprogramm (JDA) mit einem nicht namentlich genannten führenden Photovoltaik-Hersteller geschlossen. Ziel sei es, in den kommenden Jahren die Technologie vom Labor in die Massenfertigung zu bringen. „Dank unseres Entwicklungspartners gibt es nun einen genauen Fahr- und Zeitplan für die Kommerzialisierung unserer Technologie, bei der wir auf die aktive Unterstützung durch weltweite Marktführer zählen können”, sagte Frank Averdung, CEO von Oxford PV. Der Name des wohl asiatischen Industriepartners will das Unternehmen zunächst nicht nennen.

Das nun eingesammelte Geld solle dazu beitragen, dass die Entwicklungsarbeiten beschleunigt würden sowie die Forschung der nächsten Produktgeneration finanzieren. Bereits Mitte Oktober konnte sich Oxford PV in einer Finanzierungsrund 8,7 Millionen Pfund sichern. Der neue strategische Investor Statoil betonte, dass er derzeit dabei sei, sein Öl- und Gasportfolio durch rentable erneuerbare Energien zu ergänzen. „Zusätzlich zu unserem signifikanten Portfolio im Bereich Offshore-Windenergie untersuchen wir Geschäftsmöglichkeiten in neuen Wachstumsbereichen, zu denen auch die Solarbranche gehört. Die Beteiligung an Oxford PV ist unsere erste Investition in Solartechnologie, und wir sehen sie als große Chance, Teil einer technologischen Entwicklung zu sein, die das Potenzial hat, die nächste Generation von Solarzellen zu beeinflussen”, erklärte Gareth Burns, Geschäftsführer von Statoil Energy Ventures. (Sandra Enkhardt)