Eigenverbrauch und Wirtschaftlichkeit lassen sich mit „Strombank“ steigern

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18 private Haushalte und Gewerbebetriebe mit dezentraler Stromerzeugung, wie Photovoltaik-Anlagen oder Blockheizkraftwerken (BHKW), beteiligten sich zwischen Ende 2014 und Frühjahr 2016 an dem innovativen Projekt „Strombank“ im Mannheimer Stadtteil Rheinau. Es gab ihnen die Möglichkeit nach dem Vorbild einer Bank, erzeugten Strom, den sich nicht direkt selbst verbrauchten auf einem Konto einzuzahlen und bei Bedarf wieder abzuheben. Das Konto war in diesem innovativen Projekt unter Federführung des Mannheimer Versorgers MVV Energie ein dezentraler Quartierspeicher. MVV-Vorstand Ralf Klöpfer übergab am Montag nun den Abschlussbericht zur „Strombank“ dem baden-württembergischen Umweltminister Franz Untersteller. Beteiligt an dem Projekt waren zudem der Mannheimer Netzbetreiber Netrion, der Batteriehersteller Ads-Tec aus Nürtingen und die Universität Stuttgart. Das Land Baden-Württemberg unterstützte es aus seinem BW-Plus-Programm.

Die Teilnehmer des „Strombank“-Projekts hätten ihren Anteil von selbstgenutztem Strom verdoppeln können. Zudem habe sich gezeigt, dass sich der gespeicherte Strom vermarkten lasse. Darüber hinaus habe die „Strombank“ zu einer erheblichen Entlastung des Verteilnetzes geführt, heißt es bei MVV Energie. Dies sei vor allem durch die gesunkene Einspeisung, speziell während der Mittagsspitzen der Photovoltaik-Anlagen gelungen. Damit habe sich gezeigt, dass effiziente Speicherlösungen sowohl den Eigenverbrauch als auch die Wirtschaftlichkeit erhöhten. "Mit der Strombank haben wir gezeigt, wie mit existierender Technik und einem intelligenten Betriebskonzept die Verteilnetze entlastet und der Strom sinnvoll vor Ort genutzt werden kann. Diese Erkenntnisse sind ein wichtiger Schritt bei der Weiterentwicklung unseres Energiesystems", sagte Ralf Klöpfer.

Der grüne Umweltminister Untersteller warb für weitere Projekte nach dem Vorbild der „Strombank“. "Wir brauchen neue Betreibermodelle, um den Anteil dezentral erzeugter und lokal genutzter Energie deutlich zu steigern und so die Energiewende entscheidend zu unterstützen. Die Strombank ist ein solches Modell. Mit ihrem innovativen und gut verständlichen Ansatz leistet sie einen großen Beitrag auf dem Weg in das neue Energiesystem", sagte Untersteller. (Sandra Enkhardt)

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