Dubai: Rekord-Stromabnahmevertrag für 2,99 US-Dollarcent pro Kilowattstunde unterschrieben

In den Vereinigten Arabischen Emiraten wurden schon mehrere Stromabnahmeverträge zu Niedrigstpreisen unterzeichnet, die eine Mischung aus Unglaube und Skepsis bezüglich der Wirtschaftlichkeit der Projekte ausgelöst haben. Eines dieser Megaprojekte hat nun einen weiteren Schritt nach vorne gemacht.

Die Energie- und Wasserbehörde von Dubai (DEWA) hat einen Abnahmevertrag (PPA) mit der Abu Dhabi Future Energy Company (Masdar) für 29,90 US-Dollar pro Megawattstunde Solarstrom unterzeichnet. Der Strom soll aus der dritten Ausbaustufe des Mohammed bin Rashid Al Maktoum Solarparks kommen, die rund 800 Megawatt Leistung haben wird. Der Abnahmepreis ist nach Kenntnis von pv magazine weltweit ein neuer Rekordwert.

Wie ist ein solch niedriger Preis möglich? Jenny Chase, Leiterin Solarenergie bei Bloomberg New Energy Finance, nennt dazu mehre relevante Faktoren: Niedrige Investitions- und Betriebskosten, Kapazitäsfaktoren von 25 Prozent und geringe Kapitalkosten mit Zinssätzen von weniger als vier Prozent. (Anmerkung: Die Redaktion von pv magazine global hat dieses und weitere Projekte in der Region in der November-Printausgabe genauer beleuchtet.)

Der nun erreichte Rekordpreis von 29,90 US-Dollar pro Megawattstunde scheint noch nicht das Ende der Fahnenstange in Abu Dhabi zu sein. In einer Ausschreibung im September wurden bereits Gebote von bis zu 24,20 US-Dollar pro Megawattstunde eingereicht.

Nach Fertigstellung wird der Solarpark Mohammed bin Rashid Al Maktoum drei Gigawatt Leistung erzeugen. Im Juli schlossen die Entwickler die Finanzierung für die zweite Ausbauphase mit 200 Megawatt ab, die voraussichtlich im April 2017 fertiggestellt werden soll.

(Christian Roselund; übersetzt von Mirco Sieg)