Volkswagen und Toyota wollen mehr Elektromobilität

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Geht es nach dem Vorsitzenden des Markenvorstandes Herbert Diess, wird sich Volkswagen in den kommenden Jahren grundlegend verändern. Das zeigte sich bei der Vorstellung der Strategie Transform2025+, die der Vorstand weniger als Strategie und mehr als großes Transformationsprogramm verstanden wissen will. Der Umbau soll demnach in drei Phasen erfolgen. In Phase 1 soll es bis zum Jahr 2020 um die Restrukturierung des Kerngeschäfts und einen grundlegenden Umbau entlang der gesamten Wertschöpfungskette gehen. In Phase 2, also bis 2025, will Volkswagen den Sprung an die Spitze der Elektromobilität schaffen. Und in Phase 3 bis zum Jahr 2030 ist die Führungsrolle in der neuen Welt der Automobilität das Ziel.

Wie der Konzern mitteilt, soll die E-Mobilität zum Markenkern von Volkswagen gehören. „Ab 2020 starten wir unsere große Elektro-Offensive“, so Diess. Als Volumenhersteller wolle Volkswagen einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, dem Elektroauto zum Durchbruch zu verhelfen: „Wir zielen nicht auf Nischenprodukte, sondern auf das Herz des Automarktes. Bis 2025 wollen wir eine Million Elektroautos pro Jahr verkaufen und Weltmarktführer in der Elektromobilität sein. Unsere künftigen Elektroautos werden das neue Markenzeichen von Volkswagen.“ Die E-Offensive soll dem Konzern zufolge unter anderem durch den Wegfall von volumen- und ertragsschwachen konventionellen Modellen und Varianten finanziert werden, was Investitionsmittel in Höhe von mehr als 2,5 Milliarden Euro möglich machen soll.

Auch bei Toyota sollen Elektroautos künftig eine besondere Rolle spielen. Der japanische Automobilproduzent hat die Gründung einer eigenen Unternehmenssparte für den Bereich Elektromobilität beschlossen, die Unternehmensinformationen zufolge im Dezember ihre Arbeit aufnehmen soll. Die neue Geschäftseinheit soll demnach unabhängig von bestehenden Strukturen arbeiten und wird vorerst aus vier Mitarbeitern bestehen, die von der Toyota Motors Company selbst sowie von den Zulieferern Toyota Industries, Aisin Seiki und Denso kommen. Die Gründung lässt auf ein Umdenken bei Toyota schließen, da das Unternehmen bislang wenig von reinen Elektrofahrzeugen gehalten und sich statt dessen auf Hybrid- und Plug-in-Hybridmodelle sowie Brennstoffzellenfahrzeuge konzentriert hat. Toyota-Präsident Akio Toyoda sagte, das neue Joint Venture sei Teil von Toyotas Bemühungen, eine gute Basis für die Zukunft des Unternehmens zu schaffen. Der Geschäftsbereich für Elektrofahrzeuge werde sich auf seinen Bereich spezialisieren und mit großer Geschwindigkeit arbeiten, um als Innovationstreiber für alle Arbeitsprozesse von Toyota und dem Toyota Konzern dienen zu können. (Petra Hannen)

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