Manz setzt weiter große Hoffnungen in CIGS-Photovoltaik-Sparte

Die Manz AG hat in den ersten neun Monaten des Jahres mit 167,3 Millionen Euro einen Umsatz knapp unter Vorjahresniveau erwirtschaftet. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sei um mehr als fünf Millionen Euro auf -15,2 Millionen Euro im Jahresvergleich verbessert worden, teilte der Photovoltaik-Anlagenbauer am Dienstag mit. In ähnlichem Rahmen bewegten sich die Veränderungen beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT). Es habe bei -25,7 Millionen Euro nach den ersten drei Quartalen 2016 gelegen. Das Konzernergebnis bezifferte Manz mit -30,9 Millionen Euro für den Berichtszeitraum.

Der Geschäftsverlauf im dritten Quartal sei im Wesentlichen durch durch ausgebliebene Folgeaufträge im Zusammenhang mit dem im Juni erfolgten Auftragsstopp eines Großkunden im Geschäftsbereich Energy Storage geprägt gewesen. Diese Umsatzausfälle hätten nicht aus dem Verkauf schlüsselfertiger Produktionslinien für CIGS Dünnschicht-Solarmodule kompensiert werden können, wie es sich Manz ursprünglich erhofft hat. Die finalen Vertragsunterzeichnungen für die CIGS-Aufträge seien verschoben worden und würden voraussichtlich erst zum Jahresende erfolgen, hieß es weiter.

Vor einigen Tagen hatte Manz eine Rahmenvereinbarung mit namentlich nicht genannten Partnern für eine strategische Zusammenarbeit im CIGS-Photovoltaik-Bereich unterzeichnet. Dies sei ein „einem Meilenstein der Unternehmensgeschichte, der die weitere Geschäftsentwicklung ab dem kommenden Jahr grundlegend positiv beeinflussen wird“, hieß es dazu in der heutigen Mitteilung von Manz.

Vorstandschef Dieter Manz erwarte im Zuge der Kooperation Aufträge im dreistelligen Millionenbereich. Dies würden die mit Abstand die größten Aufträge in der Unternehmensgeschichte darstellen. Gleichzeitig verpflichteten sich die zukünftigen Kooperationspartner ab sofort die Kosten für den operativen Betrieb des CIGS-Forschungsstandorts in Schwäbisch Hall übernehmen. Dadurch würden jährliche Kosten im unteren zweistelligen Millionenbereich entfallen, erklärte Dieter Manz weiter. „Diese Kombination, signifikante Umsatzbeiträge bei deutlicher Kostenreduzierung im Solarbereich, sowie ein Auftragsbestand per 30. September von rund 94 Millionen Euro, sind die Basis für ein zukünftig stabiles und ergebnisorientiertes Geschäftsmodell“, sagte er.

In den ersten neun Monaten steuerte das Photovoltaik-Segment rund 21,4 Millionen Euro und damit etwa 12,8 Prozent zum Gesamtumsatz von Manz bei. Dies liegt leicht über dem Vorjahresniveau. Der Geschäftsbereich Energy Storage konnte das Vorjahresniveau nicht halten. Sein Umsatzanteil lag mit 41,9 Millionen Euro bei 25,0 Prozent. Der Auftragsbestand habe zu Ende September bei 93,9 Millionen Euro gelegen. (Sandra Enkhardt)