Investec investiert in Mobisol

Die Vermögensverwaltungsfirma Investec Asset Management hat in Mobisol investiert. Damit solle die Einführung von kleinen Photovoltaik-Dachanlagen in Entwicklungsländer, vor allem afrikanischen Ländern gesteigert werden, teilte Mobisol am Dienstag mit. Die genaue Summe der Investition wollte ein Mobisol-Sprecher auf Anfrage von pv magazine nicht nennen. Darüber sei Stillschweigen zwischen den Unternehmen vereinbart worden. Er betonte jedoch, dass der Vertrag für beide Seiten vorteilhaft sei.

Das Berliner Unternehmen versorgt und installiert Photovoltaik-Dachanlagen in Tansania, Ruanda und seit neuem in Kenia um die Nutzung von strombetriebenen Kleingeräten, die für den afrikanischen Markt geeignet sind, in diesen netzfernen Regionen zu ermöglichen.

Unterstützt wird dies auch durch vorteilhafte Zahlungsmöglichkeiten, die Mobisol seinen afrikanischen Kunden anbietet. Nur ein Prozent der Menschen in Tansania habe ein Bankkonto, weshalb Mobilsol den Kunden seinen sogenannten „three year payment plan“ anbiete. Sie könnten ihre Beitrage dabei flexibel über den Monat hinweg zurückgezahlen. Durch die von Mobisol genutzte „mobile money payment“-Technologie hat die SIM-Karte eine Dualfunktion: Man kann auf einer Hand telefonieren, aber auf der anderen seinen monatlichen Beitrag bezahlen, wann und wie mal will. Dafür braucht man nicht einmal einen Smartphone, wie der Sprecher erklärte.

Investec Asset Management betrachtet Mobisol als führender Anbieter in der Photovoltaik-Industrie und schätzt, dass die Entwicklung dieser Photovoltaik-Dachanlagen sowohl gesellschaftlich als auch wirtschaftlich förderlich ist. Die Ziele der Kooperation dieser beiden Firmen sind, den Service zu verbessern und in mehreren Ländern auszubauen. Nach Angaben von Mobisol gibt es 600 Millionen Menschen in Afrika, die nicht vernetzt sind und vom Zugang zu sicherer, günstiger und umweltfreundlicher Energie profitieren können. (Ylva Gouras)