ISFH will Tandemsolarzellen günstiger machen

Das Forschungsvorhaben „Epitaxiefreier Absorber für kostengünstige Tandemsolarzellen auf Silizium“ wird mit 1,7 Millionen Euro vom Bund gefördert. Es soll die Entwicklung von kostengünstigen Optionen für die Herstellung von Tandemsolarzellen auf Siliziumbasis voranbringen.

Das Institut für Solarenergieforschung Hameln (ISFH) hat mit mehreren Partnern aus der Solarindustrie das Forschungsprojekt „Epitaxiefreier Absorber für kostengünstige Tandemsolarzellen auf Silizium“ (EASi) gestartet. Dabei gehe es um die Entwicklung von kostengünstigen Optionen für die Herstellung von Tandemsolarzellen auf Siliziumbasis, um dadurch den Einsatz dieser hocheffizienten Technik auch in der Breite zu ermöglichen.

Bislang könnten die Tandemsolarzellen nur mit sehr teuren Prozessen hergestellt werden, was ihren Einsatz sehr begrenze – etwa auf die Weltraumtechnik. Die hocheffiziente Technik habe durch die Verwendung einer zweiten Absorberschicht aber den Vorteil, dass es auch den höherenergetischen Spektralbereich des Sonnenspektrums optimal ausnutzen könne. „Auf diese Weise lässt sich das physikalische Wirkungsgradlimit einfacher Solarzellen umgehen, was die Tandemtechnik zu einer attraktiven Zukunftsperspektive für die Photovoltaik macht“ erklärt ISFH-Projektleiter Raphael Niepelt am Montag.

„Durch den perspektivisch höheren Solarertrag pro Fläche können die heute schon konkurrenzfähigen Stromkosten für Photovoltaik noch einmal signifikant gesenkt werden“, ergänzte Institutsleiter Rolf Brendel. Das Bundeswirtschaftsministerium fördert das auf drei Jahre angelegte Forschungsprojekt mit 1,7 Millionen Euro. (Sandra Enkhardt)