Avancis und Sunpartner kooperieren für semi-transparente BIPV-Lösungen

Avancis und Sunpartner Technologies haben auf der Glasstec eine strategische Zusammenarbeit bei energieerzeugendem Solarglas unterzeichnet. Kern der Zusammenarbeit sei eine Zusammenführung der CIS-Dünnschichttechnologie von Avancis mit dem semi-transparenten WYSIPS Design-Glas von Sunpartner, teilten die Unternehmen am Dienstag mit. Auf der derzeit stattfindenden Messe stelle Avancis die ersten semi-transparenten Solarmodule vor. Insgesamt sechs verschiedene Desgins mit der kombinierten Technologie würden präsentiert. Die Module seien für den gebäudeintegrierten Einsatz in Smart-City-Energiekonzepten bestimmt.

„Wir teilen die gleiche Vision von zukünftigen Smart City-Konzepten, in denen erneuerbare Energien Veränderungen schaffen. Avancis hat sich bereits sehr früh im stark wachsenden BIPV-Bereich positioniert. Wir haben bereits mehrere neue Forschungs- und Entwicklungsideen geplant, die wir in den Forschungszentren bei Avancis in Deutschland erproben werden", erklärte Ludovic Deblois, Präsident von Sunpartner. „Nach mehr als zwei Jahren intensiver gemeinsamer Zusammenarbeit freuen wir uns, mit Sunpartner als innovativen Partner zu kooperieren, mit dem wir maßgeblich unser Produktportfolio im Solarfassaden-Bereich um eine neue technologische Variante vervollständigen können“, ergänzte Avancis-CEO Franz Karg.

Sunpartner werde die neuen BIPV-Glasmodule mit einer Jahreskapazität von 30.000 Quadratmetern in der Nähe des französischen Aix-en-Provence produzieren. Bis 2022 sei geplant die Produktionskapazitäten auf 200.000 Quadratmeter zu erhöhen. Die ersten Produkte sollen nach den Plänen der Unternehmen bis zum Jahresende ausgeliefert werden. Produktions-Joint-Ventures sollten zudem einen Ausbau in anderen Märkten weltweit ermöglichen. Mit der geplanten Technologie sollen Fenster zu Solarmodulen gemacht werden, die eine Leistung zwischen 18 und 50 Watt pro Quadratmeter erreichten bei einer Transparenz von 20 bis 70 Prozent. Der Markt für integrierte Solarverglasung wird von Analysten auf 3,5 Millionen US-Dollar bis 2020 geschätzt. (Sandra Enkhardt)