Tesla-Übernahme: Wert von Solarcity um 400 Millionen US-Dollar zu niedrig berechnet

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Was wie ein ziemlich großer Fehler von 400 Millionen US-Dollar in dem 2,6 Milliarden US-Dollar Verkauf des Photovoltaik-Unternehmens Solarcity an Tesla wirkt, wird wohl keine Auswirkungen auf die geplante Übernahme haben. Aus der Börsenmitteilung von Tesla am Mittwoch geht aber auch hervor, dass Vorstandschef Elon Musk bereits im Februar 2016 seinem Cousin und Solarcity-Vorstandschef, Lyndon Rive, erstmals die Übernahme vorgeschlagen haben soll. Dies könnte für ein gewisses Misstrauen der Tesla-Aktionäre bezüglich der Akquisition sorgen.

Aus der Börsennotiz von Tesla geht hervor, dass die Investmentbank Lazard die Verschuldung von Solarcity um 400 Millionen US-Dollar zu hoch bewertete, weil sie einen Kredit doppelt zählt. Sie schätzte die Marktkapitalisierung von Solarcity in der Folge zwischen 14,75 bis 34,00 US-Dollar pro Aktie. Beim Abzug der zusätzlichen 400 Millionen US-Dollar ergebe sich dagegen eine tatsächliche Bewertungsspanne von 18,75 bis 37,75 US-Dollar pro Aktie.

Lazard nahm die Schuld auf sich und bezeichnete es kürzlich als „Rechenfehler“. Es sei gemeinsam mit dem Spezialkomitee, das Solarcity für das Tesla-Übernahmeangebot gebildet hat, überprüft worden. Allerdings wird der Veröffentlichung zufolge der zuvor von Tesla angebotene Kaufpreis von 25,37 US-Dollar je Solarcity-Aktie nicht mehr verändert.

Für mehr Wirbel könnte sorgen, dass Musk erste Vorschläge für eine mögliche Fusion beider Unternehmen seinem Cousin Rive bereits im Februar unterbreitete. Erst danach habe er ein entsprechendes Konzept am 29. Februar dem Tesla Aufsichtsrat vorgestellt. Ganze vier Monate danach hätten die Tesla Direktoren davon erfahren. Einige der Tesla-Aktionäre haben bereits Widerstand gegen die angekündigte Übernahme gezeigt. So haben einige aus Protest ihre Aktien verkauft. Mit Kenntnis, dass die Cousins Musk und Rive bereits so früh Gespräche über die Übernahmepläne führten, könnte den bestehenden Verdacht mehren, dass die Fusion nicht im besten Interesse der Tesla Aktionäre wäre. (Sam Pothecary)

Übersetzung und Bearbeitung: Sandra Enkhardt.

Link zum Originalartikel auf www.pv-magazine.com:SolarCity value miscalculated by $400 million in Tesla merger

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