Tracking the Sun: Kosten für Photovoltaik-Anlagen in USA weiter gesunken

Das Lawrence Berkeley National Laboratory (LBNL) hat am Mittwoch seinen jährlichen Bericht “Tracking the Sun” zur Entwicklung der Photovoltaik-Preise für Dachanlagen und Kraftwerke in den USA veröffentlicht. Die Wissenschaftler betrachteten dabei die Kostenentwicklung für 2015. Nach dem 9. „Tracking the Sun“-Report sind die Preise für kleine Dachanlagen in den USA um 0,20 US-Dollar pro Watt im vergangenen Jahr gesunken. Sie Kosten lägen nun bei etwa 4,00 US-Dollar pro Watt, so die Wissenschaftler. Die Kostensenkung bei gewerblichen Dachanlagen habe bei 0,30 Cent pro Watt gelegen. In diesem Segment wird im LBNL-Bericht allerdings auch nochmal zwischen großen und kleineren Anlagen unterschieden. Die Systempreise bewegten sich dabei zwischen 2,50 und 3,50 US-Dollar pro Watt. Auch in diesem Jahr setze sich der Trend der fallenden Kosten in den meisten Regionen und Segmenten weiter fort und sei vor allem auf die weitere Reduzierung der „Soft“-Kosten bei Photovoltaik-Anlagen zurückzuführen.

Noch größere Preisrückgänge seien bei den Photovoltaik-Freiflächenanlagen im vergangenen Jahr zu verzeichnen. Diese seien um durchschnittlich um zwölf Prozent im vergangenen Jahr gesunken und lägen nun bei etwas über 2,00 US-Dollar pro Watt, so die Wissenschaftler. Allerdings zeige sich bei diesen Projekten eine große Spanne – so lägen die günstigsten Systeme bereits bei 1,60 US-Dollar pro Watt und die teuersten bei mehr als 2,60 US-Dollar pro Watt.

In dem LBNL-Bericht wird auch auf den Niedergang bei den Preisen von Stromabnahmeverträgen (PPA) für Photovoltaik-Anlagen eingegangen. Angesichts sinkender Projektkosten und höherer Kapazitätsfaktoren seien die in PPA gebotenen Preise für Photovoltaik-Kraftwerke im Durchschnitt jährlich um 20 bis 30 US-Dollar pro Watt zwischen 2006 und 2013 gefallen. Im vergangenen Jahr seien nun die meisten PPA für einen Preis von oder sogar unter 50 US-Dollar pro Megawattstunde abgeschlossen worden; einige sogar für etwa 30 US-Dollar pro Megawattstunde. Nach Ansicht der Wissenschaftler ermöglicht dies eine geografische Verbreitung der Photovoltaik in den USA. „Die fallenden PPA-Preise habe ermöglicht, dass sich der Kraftwerksmarktüber die traditionellen Hochburgen in Kalifornien und dem Südwesten in Regionen wie Texas, den Südosten und sogar den Mittleren Westen ausbreitet“, heißt es in dem Bericht. (Christian Roselund/Sandra Enkhardt)